Illustration einer Zielscheibe mit einem Pfeil in der Mitte
© Diakonie/verbum

Die vierte Säule: Personalstrategie

Strategische Personalarbeit verbindet Zahlenorientierung und Menschenfokus, indem sie Analysen, Planung und Entwicklungssysteme nutzt, um Mitarbeiter gezielt zu fördern, langfristige Ziele abzusichern und nachhaltigen Unternehmenserfolg zu gewährleisten.

In Zeiten des Arbeits- und Fachkräftemangels ist die Aufgabe des People Managements eine entmutigende Angelegenheit. Kaum ist die eine Lücke gestopft, bricht an anderer Stelle Personal weg. Mit guten Recruiting-, Mitarbeiterbindungs- und Personalentwicklungskonzepten lässt sich dem entgegenwirken. Doch das Gefühl, die Kontrolle über ihr aus der Balance geratenes Tätigkeitsfeld zurückzugewinnen, erleben Personalerinnen und Personaler oft erst dann, wenn sie sich durch Analysen und Trendbeobachtung auf Veränderungen vorbereiten können. Wenn ihre Arbeit nicht auf Bauchgefühl und Reaktion basiert, sondern proaktiv und strategisch ausgerichtet ist. 

Die Personalbedarfsanalyse bildet die Grundlage der strategischen Personalarbeit. Sie umfasst nicht nur die Zahlen zu aktuellen Vakanzen, sondern auch zu zukünftigen Entwicklungen unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Fluktuation und der Unternehmensziele, die neue Kompetenzen in der Belegschaft erfordern können. Unter dem Oberbegriff People Analytics lassen sich mittels Big Data und Künstlicher Intelligenz immer fundiertere Prognosen herleiten. Dabei sollten stets verschiedene mögliche Szenarien betrachtet werden. 

Da die wenigsten Unternehmen, vor allem gemeinnützige Träger im Sozial- und Gesundheitswesen, die finanziellen und personellen Kapazitäten haben dürften, um Personalgewinnung, Personalbindung und Personalentwicklung mit allen zur Verfügung stehenden Methoden und Maßnahmen durchzuführen, ist es wichtig, die vorhandenen Ressourcen an der richtigen Stelle einzusetzen. Was erzielt die besten Effekte? Was erwarten Bewerbende und Mitarbeitende? Die Antworten liefern sorgfältige Evaluationen und ein Blick in die neuesten Studien. 

Das „Trend-Barometer: People Management 2035" der Universität St. Gallen (HSG) in Kooperation mit dem Beratungsunternehmen PwC spricht von einer „doppelten Transformation“: Auf der einen Seite stünden technologische Disruptionen wie die Künstliche Intelligenz und People Analytics, auf der anderen der Wandel der Unternehmenskultur. „People Management muss künftig beides leisten: neue Technologien und zugleich neue Kollaborationsformen integrieren“, sagt Heike Bruch, Professorin an der HSG und fachliche Leiterin der vorliegenden Studie.

Personalstrategie in Zahlen

Best Practice

Das Projekt K3 der Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf zeigt sich als Best-Practice-Beispiel für moderne Arbeitswelten und strategische Personalentwicklung, indem es Netzwerken, Karriereförderung und Mitarbeiterbindung in einem offenen, kollaborativen Raum integriert.

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