Ein gemaltes Fernglas
© Diakonie/verbum

Die dritte Säule: Personalentwicklung

Personalentwicklung, auch Talent Management genannt, ist ein strategischer Teilbereich des Personalmanagements. Die Ziele: Kompetenzen und Potenziale entfalten, Zukunftsstrategien des Unternehmens umsetzen und individuelle Karrierewünsche unterstützen.

Im Gegensatz zu den oft stiefmütterlich behandelten Aufgaben des Retention Managements und Feelgood Managements ist eine Stelle für Personalentwicklung in vielen Unternehmen bzw. Personalabteilungen bereits implementiert. Allerdings beschäftigt sich die Stelleninhaberin oder der Stelleninhaber oft nicht mit dem, was Personalentwicklung eigentlich bedeutet. Stattdessen werden Pflichtfortbildungen wie Brandschutz- und Hygieneschulungen organisiert, im besten Fall vielleicht ein internes Führungskräftetraining angeboten.

Personalentwicklung im umfassenden Sinne meint jedoch so viel mehr. So sollten Personalentwicklerinnen und Personalentwickler neutrale Anlaufstellen im Unternehmen sein, an die sich Mitarbeitende wenden können, die in ihren Teams unglücklich sind oder die Karriere machen möchten. Während es mit der oder dem direkten Vorgesetzten oft schwierig ist, über solche Themen zu sprechen, haben Personalentwicklerinnen und Personalentwickler das gesamte Unternehmen im Blick, können Wechsel und Laufbahnen mitgestalten und Kündigungen vermeiden.

Des Weiteren analysieren Personalentwicklerinnen und Personalentwickler (gemeinsam mit Bereichs- oder Pflegedienstleitungen) die mittel- und langfristige Personalsituation und leiten daraus Personalplanungsmaßnahmen ab: Wie viele Führungskräfte gehen in den nächsten fünf Jahren in den Ruhestand? Welche Mitarbeitenden können wir bis dahin wie für die Nachfolge befähigen? Welche Quereinsteigenden können durch „Upskilling“ neue Kompetenzen erlangen oder sogar zu Fachkräften weiterentwickelt werden, um dem Unternehmen noch mehr Nutzen zu bringen?

Nicht zuletzt sind Personalentwicklerinnen und Personalentwickler dazu da, schlummernde Potenziale in der Belegschaft zu wecken. Gerade in den letzten Jahren wurden hilfreiche Werkzeuge für die Personalentwicklung vorgestellt, die eine Skalierung der Maßnahmen und Methoden ermöglichen. Künstliche Intelligenz macht Kompetenzanalysen und damit kompetenzorientierte Personalentwicklung möglich – freilich unter Berücksichtigung des Datenschutzes. E-Learning-Plattformen mit ihren neuen Lehrformaten wie Erklärfilmen und interaktiven Tutorials ermöglichen moderne Wissensvermittlung und kostensparende Fort- und Weiterbildung.

Best Practice

Das Projekt Onboarding Teenager der Bethanien-Diakonie – demonstriert, erfolgreiche Personalentwicklung und Onboarding zeichnen sich durch strukturierte Prozesse, individuelle Förderung und frühzeitige Integration neuer Mitarbeitender aus, wodurch Motivation, Bindung und Produktivität deutlich gesteigert werden.

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Projektbild "Ehrenamt für Teenager" der Diakonie Bethanien
© Diakonie Bethanien gGmbH/Pixel-Shot

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