Illustration mehrere Menschen, die sich umarmen
© Diakonie/Francesco Ciccolella
Forsa-Befragung

Was erwartet die Bevölkerung von sozialen Trägern?

Transparenz, klare Werte und ein vielfältiges Angebot: Die Ergebnisse der Befragung zeigen deutlich, wie die Menschen in Deutschland über Kitas, Pflegeheime und Beratungsstellen denken – und warum reine Gewinnmaximierung im Sozialstaat keinen Platz hat.

09.09.2026

Das Wichtigste auf einen Blick

Ergebnisse der Befragung zu Erwartungen an soziale Träger

Bürger und Bürgerinnen wünschen sich geordnetes Miteinander in der Trägerlandschaft Wenn es um soziale Infrastruktur wie Kinderbetreuung, Altenpflege und -hilfe oder Beratung in Krisen geht, lehnt die Bevölkerung radikale Einheitslösungen ab:  Fast die Hälfte der Befragten (48 %) fordert ausdrücklich ein Zusammenspiel verschiedener Träger. Ein gutes Drittel (36 %) sieht die Hauptverantwortung beim Staat. 12 % sprechen sich primär für freie gemeinnützige Organisationen aus. Eindeutig fällt das Urteil über kommerzielle Anbieter aus: Lediglich 1 % der Menschen möchten soziale Leistungen vorrangig privaten Unternehmen überlassen. Die Erwartung der Bevölkerung richtet sich damit klar auf gemeinwohlorientierte Strukturen.

Bürger und Bürgerinnen wünschen sich geordnetes Miteinander in der Trägerlandschaft

Wenn es um soziale Infrastruktur wie Kinderbetreuung, Altenpflege und -hilfe oder Beratung in Krisen geht, lehnt die Bevölkerung radikale Einheitslösungen ab:

  • Fast die Hälfte der Befragten (48 %) fordert ausdrücklich ein Zusammenspiel verschiedener Träger.
  • Ein gutes Drittel (36 %) sieht die Hauptverantwortung beim Staat.
  • 12 % sprechen sich primär für freie gemeinnützige Organisationen aus.
  • Eindeutig fällt das Urteil über kommerzielle Anbieter aus: Lediglich 1 % der Menschen möchten soziale Leistungen vorrangig privaten Unternehmen überlassen.

Die Erwartung der Bevölkerung richtet sich damit klar auf gemeinwohlorientierte Strukturen.

Haltung und Werte sind den Menschen besonders wichtig Die Umfrage macht deutlich, welche Kriterien für das Vertrauen der Menschen entscheidend sind. An der Spitze der Erwartungen stehen Glaubwürdigkeit und Haltung:  71 % legen besonderen Wert darauf, dass Träger transparent über ihre Arbeit informieren. 68 % erwarten eine Orientierung an klaren Werten. 55 % ist es wichtig, dass die Anbieter gemeinnützig arbeiten. Betriebswirtschaftliche Kennzahlen spielen in den Augen der Befragten eine untergeordnete Rolle: Eine rein wirtschaftlich effiziente Arbeitsweise nennen nur 29 % als besonders wichtigen Aspekt.

Haltung und Werte sind den Menschen besonders wichtig

Die Umfrage macht deutlich, welche Kriterien für das Vertrauen der Menschen entscheidend sind. An der Spitze der Erwartungen stehen Glaubwürdigkeit und Haltung:

  • 71 % legen besonderen Wert darauf, dass Träger transparent über ihre Arbeit informieren.
  • 68 % erwarten eine Orientierung an klaren Werten.
  • 55 % ist es wichtig, dass die Anbieter gemeinnützig arbeiten.
  • Betriebswirtschaftliche Kennzahlen spielen in den Augen der Befragten eine untergeordnete Rolle: Eine rein wirtschaftlich effiziente Arbeitsweise nennen nur 29 % als besonders wichtigen Aspekt.
© Diakonie Freie Träger genießen hohes Vertrauen und haben geringes Bürokratie-Image Freie gemeinnützige Träger genießen in der Bevölkerung ein ausgeprägt positives und wertegeprägtes Ansehen. Auf die Frage, welche Eigenschaften sie in besonderem Maße mit freien Trägern verbinden, antworten die Befragten:  66 % mit gesellschaftlicher Verantwortung, 61 % mit Nähe zu den Menschen, 49 % mit Vertrauen und Verlässlichkeit, 22 % mit hoher Qualität. Das oft geäußerte Vorurteil bürokratischer Schwerfälligkeit verfängt bei den Bürgerinnen und Bürgern kaum: Nur 15 % nehmen freie Träger als bürokratisch und wenig flexibel wahr.

Freie Träger genießen hohes Vertrauen und haben geringes Bürokratie-Image

Freie gemeinnützige Träger genießen in der Bevölkerung ein ausgeprägt positives und wertegeprägtes Ansehen. Auf die Frage, welche Eigenschaften sie in besonderem Maße mit freien Trägern verbinden, antworten die Befragten:

  • 66 % mit gesellschaftlicher Verantwortung,
  • 61 % mit Nähe zu den Menschen,
  • 49 % mit Vertrauen und Verlässlichkeit,
  • 22 % mit hoher Qualität.

Das oft geäußerte Vorurteil bürokratischer Schwerfälligkeit verfängt bei den Bürgerinnen und Bürgern kaum: Nur 15 % nehmen freie Träger als bürokratisch und wenig flexibel wahr.

Hintergrundinfos zur Befragung

Für die repräsentative Befragung befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Diakonie Deutschland vom 13. bis 17. Juli 2026 insgesamt 2.000 zufällig ausgewählte Personen ab 18 Jahren im gesamten Bundesgebiet.

Subsidiarität im Sozialstaat ist Hilfe, die ankommt

Die Zusammenarbeit von Staat und sozialen Trägern sorgt für eine große Vielfalt an Angeboten mit unterschiedlichen Ausrichtungen. So kann jeder Mensch die Hilfe auswählen, die seinen Werten am ehesten entspricht.
Aber wie muss der Sozialstaat organisiert sein, damit er funktioniert? Und was braucht es, damit Menschen vor Ort unbürokratisch und selbstbestimmt Hilfe erhalten?

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Zwei Kinder spielen ein Steckspiel auf dem Boden, das Bild ist im Stil eines Puzzles
© Diakonie/Kathrin Harms

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