#OhneUnsGehtNichts! ALLIANZEN SCHLIESSEN, TALENTE SICHERN

Neue Mitarbeitende zu gewinnen, weiterzuentwickeln und langfristig zu binden, bleibt zentrale Herausforderung im Sozial- und Gesundheitswesen. Ohne eine nachhaltige Personalabdeckung lässt sich das diakonische Leistungsangebot für Hilfebedürftige langfristig nicht aufrechterhalten. Statt über den Fachkräfteengpass zu klagen, tritt die Diakonie ihm mit einer Vielzahl von Ideen und Ansätzen sowie hoher Innovationsbereitschaft entgegen. Die Stabsstelle „Fach- und Arbeitskräftestrategie“ der Diakonie Deutschland unterstützt Träger und Organisationen bei der Etablierung moderner Recruiting-Prozesse und der Optimierung des gesamten Employee Lifecycles.

Eine Frau und ein Mann stehen mit Mikrofonen auf dem Podium einer Veranstaltung der Diakonie

Treffen sich 65 Recruiter:innen und Personalmarketer:innen zu einer Konferenz und es gibt keine Agenda! Was klingt wie eine mittelschwere Veranstaltungskatastrophe, ist beim HR-Barcamp der Diakonie das Konzept: Eigenständig finden sich die Teilnehmenden in wechselnden Themengruppen zum Austausch zusammen.

Die Stabsstelle „Fach- und Arbeitskräftestrategie“ etablierte das agile Vernetzungsformat als strategisches Werkzeug, um den kollegialen Wissenstransfer zu fördern, und legt damit den Grundstein für eine engere, überregionale Kooperation innerhalb des Verbandes. Der Wunsch danach ist spürbar groß.

Als Gemeinschaftsprojekt der Diakonie Deutschland und der jeweiligen Landesverbände fanden und finden die „Diakonie-HRcamps“ 2026 in den Regionen Nord, Süd, Ost und West statt.

 

  • Porträtfoto von Miriam Mackowiak, Recruiterin beim Verein Oberlinhaus Potsdam
    © privat

    Überraschend gut – herzlich-informativ! Tolle Menschen, interessanter Austausch, gute Vernetzungen! An einem HR-Camp der Diakonie würde ich in Zukunft gern wieder teilnehmen, da es Kolleg:innen der gleichen Branche zusammenbringt.

    Miriam Mackowiak Recruiterin, Verein Oberlinhaus Potsdam

Die Diakonie zeichnet aus, dass wir nicht über Fachkräfteengpässe jammern, sondern ihnen auf allen Ebenen mit einer Vielzahl von Ideen und Ansätzen begegnen. Träger und Organisationen zeigen eine hohe Innovationsbereitschaft. Sie probieren moderne Arbeitsformen wie New Work aus, experimentieren mit KI und beweisen Mut zu neuen Wegen, um sich zukunftsorientiert aufzustellen. Sie sind bereit, voneinander zu lernen. Und genau das taten die Teilnehmenden der Diakonie-HRcamps zu selbstgewählten Themen oder Best Practices aus den Bereichen KI & Digitalisierung in HR, Social Recruiting & Influencer Personalmarketing sowie Gesundheit & Unternehmenskultur als Basis für den Recruiting-Erfolg und die langfristige Mitarbeitendenbindung. Die wertvollen Erkenntnisse und Impulse fließen bereits konkret in die Arbeit des Teams der Stabsstelle (Jana Achtert, Annika Meyer und Regina Veller) ein – denn der Wunsch, über Landesgrenzen hinweg enger zusammenzuarbeiten und in einer Liga zu spielen, ist deutlicher denn je zu spüren. 

  • Porträtfoto von Sandra Fisahn, Leitung Personalwesen, Diakonisches Werk Rantzau-Münsterdorf
    © Julia Alfringhaus, Diakonisches Werk Hamburg

    Ein Tag, der erkennen ließ, dass man nicht Alleinkämpfer:in ist.

    Sandra Fisahn Leitung Personalwesen, Diakonisches Werk Rantzau-Münsterdorf

Praxisnahe Unterstützung statt grauer Theorie

Seitdem die Stabsstelle Fach- und Arbeitskräftestrategie 2024 ihre Arbeit aufnahm, hat sich viel getan. Personalsicherung ist in der Diakonie ein brennendes Thema, das durch Erwartungen und Bedarfe geprägt ist. Dabei ist vor allem praktische Unterstützung im Recruiting-Alltag gefragt – und weniger eine theoretische Arbeitsmarktpotenzialanalyse. Das ursprüngliche Projektkonzept wurde daher an diese Erwartungen angepasst. Die direkte, praxisnahe Unterstützung der Träger, Landes- und Fachverbände vor Ort steht nun im Fokus. Die Maßnahmen der Stabsstelle leiten sich unmittelbar aus der Zukunftsstrategie der Diakonie Deutschland ab. Darin verspricht sie: „Wir unterstützen unsere Mitglieder bei der Sicherung von Fach- und Arbeitskräften und setzen uns politisch für die Anerkennung sozialer Berufe und die Fachkräftegewinnung ein.“ 

Die Stabsstelle agiert als organisationsinterner Multiplikator und bündelt lokale Erfolgsmodelle. Hier laufen die Fäden aus dem Gesamtverband zusammen. Wie wichtig es ist, als Diakonie Deutschland auskunftsfähig zu sein über die zeitgemäßen Methoden der Personalsicherung, die regional angewandt werden, zeigt die Anfrage des Magazins Human Resources Manager an Elke Ronneberger, damals Bundesvorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Das Interview „Agil, werteorientiert, zukunftsfest: Die Diakonie als Arbeitgeber im Wandel“ ist in der Ausgabe April 2026 erschienen. „Wir suchen Menschen, die fachliches Können mit echter Menschlichkeit verbinden“, heißt es darin.

Unsere Erfolge

Jana Achtert, Leiterin der Stabsstelle Fach- und Arbeitskräftestrategie der Diakonie Deutschland, moderiert ein HR-Barcamp der Diakonie

Wie man diese Menschen findet, damit setzt sich die Stabsstelle Fach- und Arbeitskräftestrategie auseinander. Konkrete Erfolge kann sie in den Bereichen Event, Aktivitäten, Best Practices, Kompetenzaufbau und Kooperation vorweisen. Besonders hervorzuheben sind die eingangs bereits erwähnten Diakonie-HRcamps. Aus jedem regionalen Barcamp geht ein digitales Format hervor, in dem die brennendsten Themen in einem „Deep Dive“ noch einmal vertieft werden. Zu diesem werden alle diakonischen Träger deutschlandweit Zugang haben.

Aber auch an vielen Nebenstellschrauben wird gedreht. Denn das Geheimnis erfolgreicher Personalsicherung ist ein breit aufgestelltes Portfolio an Methoden, Kanälen und Zielgruppen, die allesamt professionell adressiert werden. So hat die Stabsstelle im Rahmen des Europanetzwerkes eine kostenfreie Fachwebinar-Reihe mit dem Schwerpunkt Gewinnung ausländischer Auszubildender und Fachkräfte realisiert, an dem circa 250 Vertreter:innen diakonischer Träger teilnahmen.

Eine Analyse der Diakonie-Stellenbörse wurde bei dem renommierten Personalmarketing-Experten Henner Knabenreich in Auftrag gegeben. Seine Handlungsempfehlungen für eine Weiterentwicklung der Stellenbörse werden mit Spannung erwartet. Auf diakonie.de wurde ein Blog mit Newsmeldungen zum Thema Fach- und Arbeitskräftegewinnung aufgesetzt, in dem Veranstaltungsberichte und Best-Practice-Beispiele zu finden sind. Außerdem hat die Stabsstelle Konzepte zu verschiedenen Themen erarbeitet – von Personalbindung über Recruiting in schwierigen Zeiten, Arbeitszeitmodelle und diskriminierungsfreies Recruiting bis hin zu Finanzierungsmodellen für Personalbeschaffungskosten.

Illustration einer Glühbirne mit einem Hashtag auf dem Glas

Wie die Personalkrise bewältigt wird, entscheidet maßgeblich über die zukünftige Leistungs- und Versorgungsfähigkeit der Diakonie. Personalstrategie darf daher nicht als rein administrative Aufgabe verstanden werden, sondern muss als zentraler Hebel im Vorstand und in den Führungsebenen verankert sein.

Um im Wettbewerb um Talente langfristig zu bestehen, empfiehlt sich ein strategischer Kulturwandel: Weg von isolierten Einzellösungen, hin zu gemeinsamen Plattformen und Lösungen innerhalb des Verbandes. Die Bündelung von Ressourcen, der gemeinsame Aufbau digitaler Infrastrukturen und der gezielte Einsatz zukunftsweisender Technologien sichern die Wettbewerbsfähigkeit vieler diakonischer Träger gegenüber rein kommerziellen Anbietern.

Als Kompetenzstelle etabliert

Basierend auf diesem Grundsatz konnte sich die Stabsstelle in kurzer Zeit als feste Instanz und gefragte Kompetenzstelle innerhalb und außerhalb des Verbandes etablieren. Ihre Expertise ist bundesweit gefragt und wird für strategische Impulse, fachliche Moderation und Beratung in landesweiten Gremien, Trägerkonferenzen und Fachforen angefragt. Diese intensive Präsenz in den Regionen sichert nicht nur den direkten Wissenstransfer aus der Bundesebene in die Praxis oder andersherum, sondern stärkt auch die Rolle der Diakonie Deutschland als treibende Kraft in der modernen Arbeitskräftestrategie.

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Jana Achtert – Leiterin der Stabsstelle „Fach- und Arbeitskräftestrategie der Diakonie“

Ein Projekt aus Fördermitteln der Glücksspirale

Logo der Glücksspirale

Das Projekt #ohneunsgehtnichts der Stabsstelle Fach- und Arbeitskräftestrategie der Diakonie Deutschland wird mit Mitteln der Glücksspirale gefördert.

Seit 1970 hat die Lotterie Glücksspirale gemeinnützige Projekte aus den Bereichen Wohlfahrt, Denkmäler und Sport mit über 2,5 Milliarden Euro unterstützt.

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