Porträtfoto von Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland
© Diakonie/Die Hoffotografen
Zur Finanzierung der Pflegeversicherung

Diakonie-Zitat: "Deutschland muss neue Wege gehen"

Die Diakonie Deutschland fordert eine solidarische Pflegebürgerversicherung, damit gute Pflege für alle bezahlbar bleibt.

11.09.2026

Anlässlich der Medienberichterstattung zum SPD-Vorschlag, die private Pflegeversicherung in der Finanzierung der Pflegereform stärker hinzuzuziehen, äußert sich Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch

„Die Herausforderungen, vor denen die Pflegeversicherung steht, sind gewaltig. Deutschland muss neue Wege gehen, um die Pflegefinanzierung zu stabilisieren und die finanziellen Lasten einer älter werdenden Gesellschaft gerecht zu verteilen. Der jetzt diskutierte Pflege-Soli kann dabei ein wichtiger Baustein sein. Er würde die private und die gesetzliche Pflegeversicherung stärker miteinander verknüpfen und das Pflegerisiko gerechter verteilen. Darüber hinaus brauchen wir langfristig einen mutigen Umbau zu einer solidarischen Pflegebürgerversicherung. Ziel muss es sein, dass gute Pflege für alle Menschen erschwinglich bleibt und nicht nur vom eigenen Geldbeutel abhängt. Die Bundesregierung muss jetzt Lösungen finden, die nicht einseitig die Pflegebedürften und ihre Angehörigen belasten."  
 

Hintergrund: 
Aktuell besteht ein Ungleichgewicht zwischen den beiden Pflegeversicherungen. In der privaten Pflegeversicherung sind Menschen versichert, die in der Pflege wesentlich weniger Kosten verursachen als die Menschen, die in der sozialen Pflegeversicherung versichert sind. Die Leistungsausgaben in der privaten Pflegeversicherung liegen bei nur 40 Prozent der Ausgaben der Sozialversicherten. Deshalb braucht es hier einen solidarischen Finanzausgleich. 

Kontakt

© Diakonie/Hermann Bredehorst

Kathrin Klinkusch

Pressesprecherin

030 652111780

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