Illustration Hilfe bei Schulden
© Diakonie/Francesco Ciccolella
Schuldner- und Insolvenzberatung

Diakonie kritisiert Kompromiss des Vermittlungsausschusses

Diakonie-Präsident: „Das ist unverantwortlich“

25.09.2026

Heute wollen Bundesrat und Bundestag einem Kompromissvorschlag des Vermittlungsausschusses zur Schuldner- und Insolvenzberatung zustimmen. Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch kritisiert den Kompromiss und warnt vor den Folgen: 

„Der Kompromiss zur Schuldnerberatung ist ein großer Rückschritt gegenüber dem vom Bundestag beschlossenen Gesetz. Nach den Vorgaben der Europäischen Union soll allen Menschen, die finanzielle Schwierigkeiten haben oder haben könnten, professionelle Beratung offenstehen. Der Kompromissvorschlag ist von diesem Ziel weit entfernt. Verbindliche Vorgaben zur Qualität der Beratungsanbieter sowie die Vorgabe, dass das Angebot kostenfrei sein sollte, sollen wegfallen. Das führt dazu, dass Menschen, die in finanzieller Bedrängnis sind, noch zusätzlich belastet werden oder das Angebot sozialer, qualitativ hochwertiger Beratung gar nicht mehr nutzen können. In Zeiten steigender Überschuldung und einer anhaltenden Überlastung der sozialen Beratungsangebote wird der notwendige Ausbau der Beratung verweigert. Das ist unverantwortlich und hat langfristig enorme Kosten für die gesamte Gesellschaft zur Folge, weil sich die Menschen ohne Beratung noch stärker verschulden. Auch Jobverlust und Wohnungsverlust können eine Folge sein.”  

Kontakt

© Diakonie/Hermann Bredehorst

Kathrin Klinkusch

Pressesprecherin

030 652111780

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