Stellungnahme zur Elterngeld-Reform

Die Diakonie Deutschland begrüßt, dass der Referentenentwurf zur Elterngeld-Reform die Gesamtbezugsdauer von 14 Monaten beibehält und die Ersatzrate in den ersten vier Monaten auf 80 Prozent anhebt. Zugleich lehnt sie die Absenkung der Ersatzrate ab dem fünften Bezugsmonat von bisher in der Regel 65 auf nur noch 50 Prozent ab, weil sie faktisch eine Leistungskürzung darstellt. Die Partnermonate steigen von zwei auf vier pro Elternteil, allerdings durch Umverteilung statt durch zusätzliche Monate, sodass ein Elternteil höchstens zehn Monate Basiselterngeld erhält und Familien eine finanzielle Lücke vor dem Kita-Rechtsanspruch droht. Auch die Anhebung von Mindest- und Höchstbetrag auf 330 beziehungsweise 1.900 Euro bleibt hinter einem Inflationsausgleich zurück, eine regelmäßige Anpassung fehlt im Entwurf. Die Diakonie fordert deshalb zwölf Monate Basiselterngeld für jeden Elternteil, zusätzliche Partnermonate, den Verzicht auf die Absenkung und eine Dynamisierung der Beträge.

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Kontakt

©Hermann Bredehorst

Verena Götze

Referentin für Familienberatung, Schwangerschaft- und Schwangerschaftskonfliktberatung, Frühe Hilfen, Adoption und Pflegekinderwesen

Familienpolitischer Blog 030 652111598

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