Elterngeld stärken statt kürzen: Familien brauchen Zeit und Verlässlichkeit
08.10.2026
In einem gemeinsamen Positionspapier fordern zehn konfessionelle Verbände, darunter die Diakonie Deutschland, die evangelische arbeitsgemeinschaft familie e. V. (eaf), der Familienbund der Katholiken e. V. und der Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e. V. (SkF), einen anderen Kurs in der Elterngelddebatte.
Die geplanten Kürzungen und Einschränkungen beim Elterngeld setzen Familien in einer entscheidenden Lebensphase des Kindes unter Druck. Die Gestaltungsspielräume einzuschränken, widerspricht dem Ziel einer familienorientierten Politik. Die Verbände fordern, dass ein Elternteil weiterhin bis zu zwölf Monate Basiselterngeld beziehen kann. Zusätzlich sollten die nicht übertragbaren Partnermonate ausgebaut werden, aber nicht zu Lasten der flexibel von beiden Eltern nutzbaren Monate. Familien, in denen nur ein Elternteil Elterngeld beziehen kann, dürfen nicht schlechter gestellt werden und der Mindest- und Höchstbetrag muss an die Preisentwicklung angepasst werden.