© Diakonie/Kathrin Harms

Diakonie-Präsident zum Start der Kältehilfe: „Die Kältehilfe rettet Leben“

Zum 1. November startet deutschlandweit die Kältehilfe. In Notübernachtungen, Suppenküchen, Tagesstätten und mit Kältebussen werden obdachlose Menschen betreut und unterstützt.

28.10.2026

Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch sagt zum Start der Kältehilfe: „Obwohl die Kommunen rechtlich verpflichtet sind, obdachlose Menschen unterzubringen, kommen sie nicht alle dieser Verpflichtung nach. In den kalten Monaten kann das zur Lebensgefahr werden. Umso wichtiger ist es, dass diakonische und kirchliche Organisationen die Türen von zusätzlichen Notübernachtungen öffnen und mit Kältebussen direkt zu den Menschen fahren. Diese wichtige Arbeit gelingt nur, weil Menschen ihre Zeit spenden oder uns finanziell unterstützen. Für uns als Diakonie gilt: Niemand darf abgewiesen werden. Ich danke den vielen Mitarbeitenden und freiwillig Engagierten und den großzügigen Spenderinnen und Spendern. Und mein Appell gilt den Kommunen, sich auch über die Kältehilfe hinaus um die obdachlosen Menschen zu kümmern. Die Kältehilfe rettet Leben. Und sie braucht die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger und der Politik.“ 

Die Diakonie organisiert bundesweit Kältehilfen für obdachlose Menschen. Dazu gehören Notübernachtungen, Tagesaufenthalte und Wärmestuben. Es sind Kältebusse unterwegs, die Menschen mit vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern auf der Straße direkt mit warmen Getränken, Decken und Schlafsäcken versorgen. 

Hintergrund: 
In Deutschland leben Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe rund 56.000 Menschen ohne Unterkunft auf der Straße. (Quelle: https://www.bagw.de/de/themen/zahl-der-wohnungslosen/uebersicht)  

Weitere Informationen

Diese Seite empfehlen