Nicht bei Kindern und Jugendlichen sparen!
Wer jetzt kürzt, zahlt später drauf.
25.06.2026
Anlässlich der heute tagenden Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) appelliert Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch, nicht bei Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung zu sparen: „Bei allen Sparzwängen bei Bund, Ländern und vor allem den Kommunen braucht es ein gesundes Augenmaß und ein Verständnis davon, wie unser Sozialstaat funktioniert. Wenn bei den Menschen gespart wird, die es ohnehin schon schwer haben, ist das der falsche Weg.“
Die im April bekannt gewordenen Sparideen, die von einer Arbeitsgruppe von Bund, Ländern und Kommunen erarbeitet worden sind, führen in ganz Deutschland zu enormen Sorgen. Auch deshalb hat die Diakonie Deutschland eine Postkartenaktion an Bundeskanzler Friedrich Merz gestartet: „Wer jetzt kürzt, zahlt später drauf“ ist das Motto der Aktion, die sich gegen das so genannte „Vorschlagsbuch“ aus dem Kanzleramt richtet. Darin aufgelistet sind harte Einschnitte in der Kinder- und Eingliederungshilfe. Mehr als 70.000 Postkarten der Aktion wurden im Shop der Diakonie Deutschland bestellt, von Einrichtungen, Trägern und Menschen aus ganz Deutschland. Sie alle finden den Sparkurs der Regierung auf dem Rücken von Betroffenen mit wenig Lobby skandalös.
„Viele Familien von Kindern und Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen sehen durch die Spardebatte die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben bedroht. Es ist schwer genug, ein Recht auf Teilhabe und Selbstbestimmung zu erwirken. Solche Debatten sind ein schwerer Dämpfer für diejenigen, die ohnehin großen alltäglichen Belastungen ausgesetzt sind. Wir appellieren an die Verantwortlichen von Bund und Ländern, aber auch Kommunen: Behalten Sie bei notwendigen Sparmaßnahmen ein Augenmaß und betrachten Sie die Folgen Ihrer Beschlüsse. Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben leisten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und einer solidarischen Gesellschaft“, sagt Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch.
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