Porträtfoto von Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland
© Diakonie/Die Hoffotografen
Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch:

"Kinder und Jugendliche besser vor den Gefahren im digitalen Raum schützen"

Empfehlungen der Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“

24.06.2026

Zu den heute veröffentlichten Empfehlungen der Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ erklärt Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch: „Ziel muss ein digitaler Raum sein, der junge Menschen wirksam schützt und ihnen zugleich eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht.“

„Der Schutz vor den Gefahren durch Social Media darf nicht länger auf Kinder, Jugendliche und ihre Familien abgewälzt werden. Tik Tok, YouTube und Co. müssen verpflichtet werden, digitale Angebote von vornherein sicher und kindgerecht zu gestalten. Kinder- und Jugendschutz muss auch im digitalen Raum uneingeschränkt gelten“, so Schuch. Auch unabhängig von der täglichen Nutzungsdauer können digitalen Angebote dazu führen, dass der Medienkonsum junge Menschen spürbar in ihrer Entwicklung beeinträchtigt mit Folgen wie psychischen Belastungen, Einsamkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Problemen im sozialen Miteinander.  
 
Die Kommission schlägt zwei Varianten vor: Die Einführung einer gesetzlichen Mindestaltersgrenze von 13 Jahren und Social-Media-Accounts mit abgestuften Schutzvorkehrungen oder die Einschränkung einzelner Dienste und Funktionen je nach Risiko. Die Diakonie Deutschland begrüßt, dass sich die Expertinnen und Experten für eine Regulierung der Plattformen stark machen und kann beide Varianten mittragen. 
 
Neben digitalen Schutzmaßnahmen brauchen Kinder und Jugendliche verlässliche Orte im echten Leben. Schon im Kindergarten lernen Kinder, mit unterschiedlichen Meinungen umzugehen. So entwickeln sie die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven nachzuvollziehen, Informationen zu hinterfragen und kritisch einzuordnen – Kompetenzen, die auch im digitalen Alltag unverzichtbar sind. Für Kinder im Schulalter sind Angebote der offenen Jugendarbeit dabei wichtige Anlaufstellen: Hier begleiten Fachkräfte junge Menschen und geben Orientierung. Besonders für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien sind sie oft die einzige Alternative zu digitalen Räumen. Deshalb muss Jugendarbeit trotz knapper Haushaltsmittel bundesweit erhalten und ausgebaut werden.

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Kontakt

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Kathrin Klinkusch

Pressesprecherin

030 652111780

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