Die sozial-ökologische Transformation in der sozialen Arbeit gestalten
Förderung von Gerechtigkeit und Teilhabe in der Klimakrise
Die Klimakrise wird auch in Deutschland immer deutlicher spürbar. Die Auswirkungen der Klimakrise treffen Menschen mit geringem Einkommen besonders hart. Gleichzeitig sind viele der bestehenden Klimaschutzinstrumente nicht sozial gerecht gestaltet. Unzumutbare finanzielle Belastungen drohen insbesondere Menschen mit geringem Einkommen. Dabei kann Klimaschutz, wenn er entsprechend gestaltet ist, auch zu gesellschaftlicher Teilhabe und sozialer Gerechtigkeit beitragen. Dazu müssen einerseits auf politischer Ebene die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Aber auch lokal und vor Ort in den Einrichtungen der Diakonie können Teilhabe und Klimaschutz zusammengedacht und gleichzeitig adressiert werden. Zwar werden die Verteilungswirkungen von Klimaschutz in Politik und Öffentlichkeit inzwischen häufiger thematisiert. Die Chancen und Möglichkeiten für mehr gesellschaftliche Teilhabe, die in sozial gerecht gestaltetem Klimaschutz liegen, sind jedoch weiterhin allenfalls ein Randthema.
Hier setzt das Projekt Die sozial-ökologische Transformation in der sozialen Arbeit gestalten - Förderung von Gerechtigkeit und Teilhabe in der Klimakrise (Laufzeit Oktober 2025 bis September 2027) an, indem es zum einen die aktuellen politischen Debatten zur sozial-ökologischen Transformation im Hinblick auf Existenzsicherungsaspekte begleitet. Zum zweiten soll vertieft herausgearbeitet werden, welche Chancen in einer am Gemeinwohl und an sozialer Gerechtigkeit orientierten Klimapolitik liegen und wie auch vor Ort zu diesen Themen heute schon Beiträge geleistet werden können. Diese Fragen werden anhand der beiden Handlungsfelder Ernährung und Energie konkretisiert.
Ernährungsgerechtigkeit
Für viele Menschen reicht das Geld nicht, um sich täglich eine warme Mahlzeit leisten zu können. Der Zugang zu gesunder Ernährung ist stark eingeschränkt. Ökologischere Ernährungsweisen müssen hintenanstehen. Das Thema ist daher im Alltag der Menschen ständig präsent. Gleichzeitig sind die Auswirkungen der Landwirtschaft auf das Klima enorm. In diesem Spannungsfeld nachhaltige Lösungen für alle zu finden, die es allen Menschen ermöglichen, gesündere und klimafreundlichere Lebensmittel zu konsumieren, ist ein großer Hebel auf dem Weg zu unseren Klimazielen und hat positive Gesundheitswirkungen.
Energiearmut überwinden
Ein ausreichender Zugang zu Energie bzw. Strom und Wärme ist eine Grundvoraussetzung für ein menschenwürdiges Leben. Der Zugang ist nicht nur wichtig, um notwendige Geräte wie Kühlschränke zu betreiben. Mit der zunehmenden Digitalisierung und der dafür notwendigen Nutzung von elektronischen Geräten wie Smartphone oder Computer, wird gesellschaftliche Teilhabe zunehmend abhängig von Energieversorgung. Strom- und Energiekosten sind für viele Menschen eine finanzielle Belastung. Im Projekt sollen Ansätze untersucht werden, wie eine nachhaltige Energieversorgung bzw. die Nutzung möglichst energiesparender Geräte für alle Menschen möglich ist.
Kontakt
Anna-Lena Guske
Projektleitung sozial-ökologische Transformation
anna-lena.guske@diakonie.de 030 652111119Simone Windfuhr
Sachbearbeitung sozial-ökologische Transformation
simone.windfuhr@diakonie.de 030 652111411