Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch zu Rentenansprüchen von pflegenden Angehörigen:

„Wir werden Herrn Linnemann beim Wort nehmen“

24.08.2026

Nach Medienberichten will Bundesgesundheitsminister Linnemann die Rentenkürzung für pflegende Angehörige stoppen.

Dazu erklärt Diakonie-Präsident Rüdger Schuch:

„Wir begrüßen, dass der neue Bundesgesundheitsminister nun doch nicht bei den Rentenansprüchen der pflegenden Angehörigen sparen will. Wir werden Herrn Linnemann beim Wort nehmen. 4,9 Millionen Menschen pflegen Angehörige zuhause, über drei Millionen von ihnen tun das ohne Hilfe von Pflegediensten. Sie alle sind die tragende Säule der Pflege in Deutschland.

Vor diesem Hintergrund sollte der Gesundheitsminister auch andere Aspekte des Pflegeneuordnungsgesetz neubewerten. Denn es wird bei dieser Pflegereform nicht nur darum gehen, die Arbeit der pflegenden Angehörigen anzuerkennen, sondern sie auch weiterhin durch professionelle ambulante Pflegedienste zu entlasten und zu unterstützen. Der Referentenentwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes nimmt aber den ambulanten Pflegediensten wichtige Arbeitsfelder in der pflegefachlichen Beratung und Unterstützung im Haushalt. Das trifft vor allem ambulante und teilstationäre Versorgungsstrukturen. Ihre Arbeit stabilisiert Pflegebedürftige frühzeitig und kann Krankenhausaufnahmen verhindern. Es braucht gerade auch diese fachliche Begleitung und Unterstützung durch die ambulanten Pflegedienste, um pflegende Angehörige zu entlasten.”

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© Hermann Bredehorst

Kathrin Klinkusch

Pressesprecherin

030 652111780

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