GEGEN DAS VERGESSEN – AUS DER GESCHICHTE LERNEN

Seit 2009 veranstalten die Verbände des Kontaktgesprächs Psychiatrie am ersten Septemberwochenende eine Informationsveranstaltung unter dem Titel „Gegen das Vergessen – Aus der Geschichte lernen“. Auch in diesem Jahr erinnern die Verbände mit einer Veranstaltung an die Opfer von Patient*innenmorden und Zwangssterilisationen während der Zeit des Nationalsozialismus. Die Veranstaltung findet am 4. September von 11 Uhr bis 13:45 Uhr in Berlin im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors statt.

Das Gedenken findet in schwierigen Zeiten statt: Wir erleben eine zunehmend unsichere politische Lage im In- und Ausland. Der ökonomische Druck wächst und die Bundesregierung diskutiert umfassende Sparmaßnahmen im Sozialen. Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen werden weiter gesellschaftlich und medial stigmatisiert. Unser Anliegen ist es, vor diesem Hintergrund den Opfern der „Aktion T4“ und ihren An- und Zugehörigen erneut eine Stimme zu geben und ihre Schicksale sichtbar zu machen.

In diesem Jahr richten die Veranstalter – mit dem Blick auf die Vergangenheit – den Fokus auf die Darstellungen rechtsextremer Akteur*innen von Menschen mit Behinderungen und psychischen Beeinträchtigungen und Erkrankungen. Erfahrungsexpert*innen, An- und Zugehörige sowie interessierte Teilnehmende kommen mit Vertreter*innen aus Wissenschaft und Gesellschaft ins Gespräch, um gemeinsam über die Gegenwart im Spiegel der Geschichte nachzudenken und Wege zu mehr Teilhabe, Schutz und Respekt zu entwickeln.

Das Programm finden Sie hier

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