Arbeitshilfe: Ungleich arm.
Armut und soziale Ausgrenzung gefährden Menschen in unterschiedlichem Maße. Die Arbeitshilfe betrachtet soziale Probleme mit ihrer geschlechtsspezifischen Ausprägung und bietet Handlungsoptionen für die Armutsbekämpfung.
Die Ausprägung von Armut in Deutschland hängt viel davon ab, wie Geschlechterrollen gelebt und gesellschaftlich gefördert werden. Zahlreiche Fehlanreize führen dazu, dass Frauen wesentlich stärker von Armut betroffen sind als Männer. Viele Männer wiederum finden keinen Weg aus traditionellen Rollenvorstellungen, die auch sie selbst in ihren Entwicklungsmöglichkeiten beschneiden. Sehr viele Konflikte, Verletzungen, Gewalt, Ausgrenzungserfahrungen und Ungerechtigkeit sind damit verbunden, dass die Gleichwertigkeit der Geschlechter nicht akzeptiert wird.
Für diakonische Angebote wie die diakonische Interessenvertretung mit und für Menschen mit Armutserfahrung ist ein emanzipatorischer Ansatz eine wesentliche Herausforderung. Benachteiligungen können nicht unabhängig von ihrer patriarchalen Geschichte bearbeitet werden. Wirksame und aktive Armutsbekämpfung kann nur dann gelingen, wenn die Menschen in ihrer Ganzheit zusammenkommen und in einem Zustand der Gerechtigkeit und des Respekts ihre Persönlichkeit gemeinsam mit anderen entwickeln.
Auch diakonische Arbeit steht vor der Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen Problematiken. Die Arbeitshilfe „Ungleich arm. Geschlechtsspezifische Perspektiven und Handlungsoptionen für die Armutsbekämpfung“ will einen Beitrag zum „Gender-Mainstreaming“ leisten. Das heißt: Soziale Probleme werden mit ihrer geschlechtsspezifischen Ausprägung betrachtet und emanzipatorisch bearbeitet.
Die Arbeitshilfe
- gibt für wichtige diakonische Handlungsfelder der Armutsbekämpfung einen Überblick über die Herausforderungen,
- zeigt Handlungsmöglichkeiten auf – in Form von politischen Forderungen und praktischen Hinweisen für die Beratungsarbeit – und
- macht Vorschläge zum Weiterlesen für eine vertiefte Beschäftigung mit dem Thema.