Zwei aeltere Frauen schenken sich an einem heissen Sommertag ein Glas Wasser aus
© epd/Heike Lyding
Hitzepaten im Einsatz: persönliche Unterstützung an heißen Tagen

Gemeinsam durch die Hitze

Das im Juni 2026 gestartete Projekt „Hitzepate“ vernetzt geschulte Ehrenamtliche mit älteren und chronisch kranken Menschen in ihrer häuslichen Umgebung.

Ehrenamtlicher Hitzeschutz für ältere und chronisch kranke Menschen

Extreme Hitze ist das größte durch die Klimakrise bedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland. Die Risiken sind aber nicht für alle Menschen gleich hoch. Zu den Gruppen, die besonders unter Hitze leiden, gehören Ältere genauso wie Menschen mit chronischen Vorerkrankungen. Für sie sind nicht nur hitzebedingte Gesundheitsbelastungen besonders gravierend, sie haben häufig auch keine ausreichenden Möglichkeiten, sich vor Hitze zu schützen.

Hier setzt das Projekt Hitzepate an, das im Juni 2026 gestartet ist. Es vernetzt freiwillige Ehrenamtliche mit älteren und chronisch kranken Menschen in ihrer häuslichen Umgebung. Ziel ist, in Zeiten extremer Hitze Leben zu schützen, präventiv zu handeln und Gefahrensituationen früh zu erkennen.

Was sind Hitzepaten? 

Das Projekt Hitzepate stärkt während Hitzeperioden ältere, chronisch kranke und mobil eingeschränkte Menschen in ihrer häuslichen Umgebung. Geschulte Ehrenamtliche (Hitzepaten) leisten präventive Unterstützung, geben verlässliche Hinweise zum Verhalten bei Hitze und helfen im Alltag, zum Beispiel durch regelmäßige Besuche, Erinnerungen ans Trinken oder bei der Organisation schattiger Aufenthaltsmöglichkeiten.

Ziele des Projekts: Prävention und Unterstützung

Das Projekt verfolgt folgende Ziele: 

Warum Hitzeschutz jetzt wichtig ist

Durch den Klimawandel treten extreme Hitzewellen häufiger und intensiver auf. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Erkrankte sowie Personen, die allein leben oder mobil eingeschränkt sind. Klimaanpassung umfasst Maßnahmen von Frühwarnsystemen und kommunalen Hitzeschutzplänen bis hin zu sozialen Schutznetzwerken. Hitzepaten leisten einen praxisnahen Beitrag zur Klimaanpassung, indem sie lokal und direkt unterstützen und so hitzebedingte Notfälle verhindern helfen.

Best Practice: Das Vorbild Frankreich

Langfristig muss es das Ziel sein, ähnliche Strukturen wie in Frankreich auch in Deutschland flächendeckend zu etablieren. Mit dem Projekt Hitzepate starten wir ein Pilotprojekt, um zu zeigen, wie dies gelingen kann.

Frankreich hat bereits 2004 nach schweren Hitzewellen im Jahr 2003 verbindliche Hitzeschutz‑Maßnahmen etabliert (u. a. den nationalen "Plan Canicule"). Dort werden meteorologische Hitzealarme (Météo‑France), freiwillige kommunale Vulnerablen‑Register ("registre des personnes vulnérables") und zeitweise lokale Hitzetelefone kombiniert, um gefährdete Personen schnell zu erreichen und zu unterstützen. Dieses Zusammenspiel aus Warnungen, Sozialregistern und kommunaler Betreuung gilt als praxisnahes Vorbild.

Projektstart und Ausblick

Das Projekt ist im Juni 2026 gestartet. Detaillierte Informationen zu Anmeldung, Schulungen für Ehrenamtliche und Einsatzabläufe folgen in den nächsten Monaten. 

So macht die Diakonie ihre Einrichtungen hitzeresilient

Mit gezielten Klimaanpassungen stärkt die Diakonie ihre sozialen Einrichtungen und macht sie hitzeresilient – Schutz für Bewohner:innen und Mitarbeitende vor Hitze.

Mehr erfahren
Illustration Klimaschutz
© Diakonie/Francesco Ciccolella

Weitere Informationen zu Hitzeschutz und Klimaanpassungen

Kontakt

Katharina Haverkamp

Referentin Klima und Nachhaltigkeit

030 652111193

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