Stellungnahme der Diakonie Deutschland zum 6. Armuts- und Reichtumsbericht

13. April 2021
  • Stellungnahme
  • Armut und Arbeit
  • Langzeitarbeitslosigkeit
  • Menschenwürdiges Existenzminimum
  • Kinderarmut

Der sechste Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zeigt: Die Armut in Deutschland hat sich massiv verfestigt. In einem reichen Land wie Deutschland sind immer noch viel zu viele Menschen arm. Wer am Rande der Gesellschaft steht, hat kaum eine Chance, sozial aufzusteigen.

Die derzeitigen existenzsichernden Hilfen bieten den meisten Menschen keinen Ausweg aus ihrer prekären Situation. Vor allem Langzeitarbeitslosigkeit ist ein großes ungelöstes Problem. Etwa eine Million Menschen in Deutschland sind davon betroffen. Mit betroffen sind viele Kinder. Der Arbeitsmarkt hat sich nach dem Armuts- und Reichtumsbericht in den vergangenen Jahren zwar positiv entwickelt, doch bei weitem nicht zufriedenstellend. Zwei Drittel der Menschen, die in Armut leben, sind nach fünf Jahren immer noch arm – weil sie weiterhin ohne Job oder nur zu Niedriglöhnen beschäftigt sind.

Die Diakonie Deutschland schlägt vor, die existenzsichernden Hilfen grundlegend neu zu gestalten und setzt auf Förderung, Motivation und flächendeckende professionelle Beratung.