Gleichstellungsatlas der Diakonie

Der Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der Diakonie 2019 präsentiert erstmalig verlässliche Zahlen darüber, wie Frauen und Männer in Führungspositionen, Aufsichts- und Entscheidungsgremien vertreten sind. Darüber hinaus informiert er auch über die Zusammensetzung der Belegschaften in der Diakonie - sowohl unter dem Aspekt des Geschlechts als auch weiterer Vielfaltskriterien.

© Diakonie/Claudia Heblik

Wie hoch der Anteil von Frauen in Führungspositionen, Aufsichts- und Entscheidungsgremien in der Diakonie ist, können Sie im Atlas zur Gleichstellung lesen.

Damit bietet der Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der Diakonie 2019 eine gute Grundlage für die Verwirklichung von Gendergerechtigkeit und die Gestaltung von Diversität. Es gilt diese Ziele konsequent zu verfolgen und entsprechende Maßnahmen zu veranlassen. Der Atlas unterstützt dabei das selbst gesetzte Ziel des Diakonischen Corporate Governance Kodex, eine geschlechtergerechte Zusammensetzung von Gremien, Organen und von Leitungsstellen zu erreichen.

Der Diakonische Corporate Governance Kodex setzt sich für die Förderung von Vielfalt und für die Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenssituationen der Mitarbeitenden ein. Der überarbeitete Kodex enthält explizit ein Kapitel zum Thema Gleichstellung der Geschlechter. Damit hat sich die Diakonie einen Auftrag gegeben, den es nun umzusetzen gilt.

Gleichstellung ist schon lange ein Thema in der Diakonie. Es gab zur Repräsentanz von Frauen und Männern in Führungspositionen und Entscheidungsgremien in diakonischen Einrichtungen und Verbänden bislang aber wenig verlässliche Angaben. Um dies zu ändern, hat die Diakonie Deutschland das unabhängige Forschungsinstitut House of Research beauftragt, eine Untersuchung zur Erstellung eines Gleichstellungsberichtes der Diakonie durchzuführen, die im April 2018 startete und deren Ergebnisse mit dieser Publikation vorliegen.

Der Atlas verdeutlicht, dass Frauen trotz einem Anteil von 77 Prozent der Belegschaft in der Diakonie in Aufsichts- und Entscheidungs-Gremien und in Leitungspositionen unterrepräsentiert sind. Der durchschnittliche Frauenanteil in der obersten Leitungsebene (Vorstände, Geschäftsführungen) von Einrichtungen der Diakonie lag 2018 bei 31 Prozent, unter den Vorsitzenden dieser obersten Leitungsebene beträgt er nur noch 25 Prozent. Der durchschnittliche Frauenanteil in Aufsichtsräten von Einrichtungen der Diakonie lag 2018 bei durchschnittlich 29 Prozent.

Bei den Beschäftigten verdeutlicht die ungleiche geschlechtsspezifische Verteilung von Voll- und Teilzeitbeschäftigung oder von Einkommen geschlechterstereotype Unterschiede. So sind 55 Prozent aller Beschäftigten der Diakonie Frauen, die in Teilzeit arbeiten. Der Anteil von Frauen nimmt mit steigenden Gehaltsklassen ab.

Es gilt die offenkundigen Repräsentationsdefizite nachhaltig zu verbessern und dem wachsenden Fach- und Führungskräftemangel in vielen diakonischen Arbeitsbereichen entgegen zu wirken. Dieser Atlas unterstützt eine differenzierte und vertiefte Auswertung der verschiedenen Facetten von Gleichstellung und bietet eine Basis für die dringend notwendige Entwicklung einer Strategie hin zu einer geschlechtergerechten Zusammensetzung von Gremien, Organen und von Leitungsstellen in der Diakonie.

Ansprechpartnerin

© Hermann Bredehorst

Mirjam Roller

Gleichstellungsbeauftragte

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