Referentenentwurf eines Gesetzes über die Ausbildung zu Anästhesietechnischen und Operationstechnischen Assistenten

21. Mai 2019
  • Stellungnahme
  • Gesundheit und Pflege

Der Diakonie Deutschland und dem Deutschen Evangelischen Krankenhausverband e.V. (DEKV) sind qualifizierte Fachkräfte in den Gesundheits- und Heilberufen seit jeher ein wichtiges Anliegen.

Wir sehen es daher als äußerst positiv, dass die Bundesregierung mit dem Referentenentwurf die bundeseinheitliche Regelung der Ausbildung von Anästhesietechnischen Assistent/-innen (ATA) und von Operationstechnischen Assistent/-innen (OTA) angeht. Durch die bundeseinheitliche, staatliche Anerkennung der Berufsausbildung und die geregelte Ausbildungsvergütung wird das Berufsbild des OTA und des ATA weiter an Attraktivität gewinnen.

Annähernd 80% der evangelischen Krankenhäuser bilden Nachwuchs in den Gesundheits- und Heilberufen aus, darunter auch Anästhesietechnische Assistent/-innen und Operationstechnische Assistent/-innen. Gut ausgebildete und motivierte OTAs sind im Operationssaal unerlässliche Mitarbeitende, die den reibungslosen Ablauf eines Eingriffs sicherstellen. ATAs leisten beispielsweise im Aufwachraum des OP oder der Notaufnahme ihren wertvollen Beitrag zur Patientenbetreuung. Dieser beschränkt sich nicht nur auf medizinische und organisatorische Prozesse, sondern explizit auch auf die Betreuung und Kommunikation mit den Patient/-innen. In den evangelischen Krankenhäusern werden besonders viele vulnerable Patientengruppen qualifiziert versorgt (ältere Notfallpatient/-innen, Menschen mit Demenz, Menschen mit geistigen Einschränkungen und schweren Mehrfachbehinderungen). Für diese ist patientenzentrierte Zuwendung in Ausnahmesituationen, wie einer Einlieferung in die Notaufnahme oder vor und nach chirurgischen Eingriffen, besonders wichtig. Deshalb ist es sehr zu begrüßen, dass auch die Kommunikation mit Patient/-innen Teil der Ausbildungsziele für OTAs und ATAs ist.

Der Diakonie Deutschland und dem DEKV ist es außerordentlich wichtig, junge Menschen mit unterschiedlichsten Interessen und Begabungen für die Gesundheitsberufe und eine Tätigkeit im Krankenhaus zu gewinnen und auszubilden. Mit der bundeseinheitlichen Anerkennung der Berufsabschlüsse und einer geregelten Finanzierung können die evangelischen Krankenhäuser, die bereits mit langjährigem Engagement OTAs und ATAs ausbilden, diesen nun eine noch bessere und attraktivere berufliche Perspektive bieten.

Diakonie Deutschland und DEKV unterstützen deshalb auch nachdrücklich, dass der Referentenentwurf die regelhafte Refinanzierung der Ausbildung von OTAs und ATAs nach § 17a KHG vorsieht.

Welche Punkte nachgebessert werden müssen, finden Sie in der Stellungnahme auf dieser Seite.