Soziales Unternehmertum

Binnenmarkt, inklusives Wachstum, soziales Unternehmertum: Die Europäische Union (EU) gibt einen politischen Rahmen und verbindliche Regeln vor, die sich auch auf die Diakonie in Deutschland auswirken. Ein wichtiger Vorstoß war die EU-Initiative zum sozialen Unternehmertum Social Business Initiative.

Von Februar 2015 bis Januar 2016 hat sich eine Projektgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern von Bundesverband, Landesverbänden, Fachverbänden, Einrichtungen und Diensten der Diakonie mit dem Thema Soziales Unternehmertum und der Initiative der EU beschäftigt. Sie hat die Maßnahmen der EU hinsichtlich ihrer praktischen Relevanz für die Mitglieder der Diakonie ausgewertet, ein Selbstverständnis diakonischen Unternehmertums erarbeitet und aktuelle Trends auf dem Sozialmarkt wie neue Finanzierungsformen, Wirkungsorientierung und Soziale Innovationen analysiert.

Darauf aufbauend wurde eine Reihe von Fragen identifiziert, die die Zukunftsfähigkeit der Diakonie im Allgemeinen betreffen. Dabei handelt es sich um das Selbstverständnis der Diakonie zu marktwirtschaftlichen Mechanismen der sozialen Arbeit, um den Zusammenhang von Gemeinnützigkeitsrecht und Wettbewerb sowie um die Aufgaben und Rollen der diakonischen Akteure in der Gesellschaft. Diese Fragen werden seit Herbst 2016 in der Diakonie in Deutschland verstärkt diskutiert werden, unter anderem fanden vier Regionalkonferenzen dazu statt.

Die Ergebnisse aus der Projektgruppenarbeit wurden in einer Publikation zusammen gefasst. Sie steht in einer ausführlichen Fassung mit zahlreichen Hintergrundinformationen als Diakonie Text 04.2016 elektronisch zum Download zur Verfügung und liegt in einer übersichtlichen Kurzfassung mit Zusammenfassung und den wesentlichen Punkten sowohl hier als Download wie auch in Druckform vor. Die Printversion der Kurzfassung können Sie unter [email protected] bestellen.

Das im Rahmen des innerverbandlichen Diskussionsprozesses überarbeitete Selbstverständnis diakonischer Unternehmer als Grundlage für den diakonisch-ökonomischen Dialog mit unterschiedlichen Zielgruppen (Stand Frühjahr 2017) sowie eine Stellungnahme von Prof. Dr. Michael Droege (Eberhard Karls Universität Tübingen) zum Thema Gemeinnützigkeit als normatives Ordnungsmuster jenseits des Steuerrechts stehen hier ebenfalls zum Download zur Verfügung.

Als zweites Ergebnis aus der Projektgruppenarbeit steht die Broschüre "Das Sozialsystem Deutschlands in Wechselwirkung mit dem europäischen Binnenmarkt – Erfahrungen und Empfehlungen" zum Download zur Verfügung.

© Hermann Bredehorst

Dr. Marianne Dehne

Ökonomie

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