Wichernempfang der Diakonie Deutschland

11. April 2019
  • Pressemitteilung

Diakonische Arbeit orientiert sich an aktuellen Herausforderungen.

Es gilt das gesprochene Wort.

"Ich bin überzeugt, dass unsere immer vielfältiger und bunter werdende Gesellschaft ein Gewinn ist und große Chancen bietet", sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie beim Wichernempfang der Diakonie Deutschland über "Zusammenhalt und Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft Deutschland". 

Das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen und mit unterschiedlichen Vorstellungen von einem guten Leben gehöre zu den großen Herausforderungen, die sich nur gemeinsam von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bewältigen lasse. "Kirche und Diakonie mit ihrem großen Filialnetz sind dabei ein Teil der Lösung. So wie das Paul-Gerhard-Stift, das Aktivitäten und Projekte für Menschen unterschiedlicher Herkunft und Sprache in einem immer diverser werdenden Stadtteil bietet", sagt Lilie. "Es ist ein Ort für Kontakte und Kommunikation, für Beteiligung und Aktivitäten sowie vielfältige Formen von Bildung und Unterstützung. Es fördert die Entstehung eines Netzwerks der Nachbarschaft, an das alle hier lebenden Menschen mit ihren Kompetenzen und Erfahrungen anknüpfen können", betont Lilie vor rund 170 Gästen aus Politik und Verbänden, Kirche und Diakonie, Wirtschaft und Wissenschaft.

Gastredner ist Ali Ertan Toprak, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland. Er befürchtet, dass die liberale Demokratie untergehen könne, wenn  es nicht gelinge, den Konflikt zwischen Kosmopoliten und Rechtspopulisten zu entschärfen.  "Aber (Rechts-)Populismus kann man und sollte man nicht mit Populismus bekämpfen", sagt Toprak und fordert eine neue Diskussionskultur, die Rede und Gegenrede zulässt, ohne immer gleich moralisch zu stigmatisieren oder mit Ressentiments zu hantieren.

Alle zwei Jahre wird beim Jahresempfang der Diakonie der Wichernpreis, ein Akademischer Nachwuchspreis für angewandte Forschung, verliehen. In diesem Jahr erhält Oberkirchenrätin a.D.  Cornelia Coenen-Marx einen mit 2.500 Euro dotierten Sonderpreis für drei wegweisende Monographien. Der Hauptpreis, dotiert mit 10.000 Euro, geht an die Gerontologin Dr. Melissa Henne für ihre diakoniewissenschaftliche Dissertation am Institut für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel mit dem Thema "Technik, die begeistert!?" In 10 Kapiteln beschäftigt sie sich mit der Forschungsfrage, wie Träger der Diakonie den Einsatz technischer Unterstützungssysteme ethisch reflektieren können.

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