Pflege: Das Engagement der Politik ist gut, reicht aber nicht

31. Januar 2018
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Zu den Eckpunkten der Einigung bei der Pflege innerhalb der Koalitionsverhandlungen sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie:

"Die Diakonie Deutschland hält den Pflege-Kompromiss in den Koalitionsverhandlungen für nur einen kleinen Schritt in die richtige Richtung. Dringend notwendig ist endlich eine strukturelle und nachhaltige Lösung eines der größten Probleme in einem älter werdenden Deutschland. Eine solche Lösung erfordert nach unseren Berechnungen einen Bedarf von drei Milliarden Euro."

Die Zahl von 8.000 zusätzlichen Pflegekräften hält Lilie für zu niedrig. "Es braucht deutlich mehr Fachpersonal in den Pflegeeinrichtungen, um den Pflegenotstand wirksam zu beseitigen. Wir brauchen eine gemeinsame Anstrengung von Politik und Zivilgesellschaft, um die Attraktivität des Pflegeberufs zu fördern. Menschen zu pflegen ist einer der schönsten Berufe der Welt."

Lilie begrüßte das Bekenntnis von CDU/CSU und SPD für eine angemessene und tarifliche Entlohnung. "Dies ist eine Forderung, die die Diakonie Deutschland seit vielen Jahren erhebt", sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. Allerdings müssten auch die Mittel für die höheren Bezahlungen bereitgestellt werden. Die flächendeckende Wirkung dieser Tarifverträge muss politisch garantiert sein.

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© Hermann Bredehorst

Stephan Röger

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