Mehr Personal in der Pflege muss von Kranken und - Pflegekassen finanziert werden

28. Juni 2018
  • Pressemitteilung
  • Gesundheit und Pflege

"Gute Pflege braucht mehr Zeit, und das heißt mehr Personal", sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, zum Referentenentwurf des Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetzes. "Die Finanzierung darf nicht zu Lasten der pflegebedürftigen Menschen gehen, sondern muss von den Kranken- beziehungsweise Pflegekassen übernommen werden." Der Gesetzentwurf sehe eine stärkere Einbeziehung der Krankenkassen vor. "Dass die Krankenkassen endlich die Verantwortung für die Behandlungspflege in den Heimen übernehmen sollen, ist wichtiger als nur die symbolischen 13.000 Stellen für Pflegeheime zu finanzieren", betont Loheide.

Die im Sofortprogramm vorgesehene vollständige Refinanzierung von zusätzlichen Stellen und Tarifsteigerungen im Krankenhaus sei ein guter Schritt zur Verbesserung der Versorgung der Patientinnen und Patienten in den Kliniken. "Wichtig ist dabei auch die Anerkennung von Tarifen in der Häuslichen Krankenpflege von den Krankenversicherungen. Hier muss dringend nachgebessert werden", fordert Loheide. Auch die Verbesserungen bei der Pflegeausbildung sind für die Diakonie Deutschland ein wichtiges Anliegen. "Die Ausbildungsvergütung zu erhöhen und die die Auszubildenden aus dem Stellenschlüssel herauszunehmen sind die richtigen Stellschrauben. Der Gesetzgeber könnte hier noch mehr Gutes tun", sagt Loheide, "beispielsweise die Ausbildungsstandards auf einem hohen Niveau stabilisieren."

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