Diakonie-Vizepräsident i.R. Dr. Ernst Petzold verstorben

25. Januar 2017
  • Pressemitteilung
  • Diakonie und Glauben

Der frühere Vizepräsident des Diakonischen Werkes der EKD und ehemalige Direktor des Diakonischen Werkes - Innere Mission und Hilfswerk - der Evangelischen Kirchen in der DDR, Oberkirchenrat Dr. Ernst Petzold, ist am 21. Januar 2017 im Alter von 87 Jahren verstorben.

Von 1976 bis zur Wiedervereinigung 1990 war er Direktor des Diakonischen Werkes in der DDR. Nach der Wiedervereinigung und dem Zusammenschluss der Diakonischen Werke bekleidete Petzold bis 1995 das Amt des Vizepräsidenten des Diakonischen Werkes der EKD. Gleichzeitig war Petzold von 1988 bis 1992 Präsident des Internationalen Verbandes für Innere Mission und Diakonie, seit 1989 bezeichnet als Europäischer Verband für Diakonie.

„Ernst Petzold hat die Diakonie in Deutschland entscheidend mitgestaltet und geprägt“, würdigte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie den Verstorbenen in Berlin. Er habe nicht nur maßgeblich dazu beigetragen, dass die Diakonie unter den Bedingungen der DDR qualitätsvoll arbeiten konnte, so Lilie weiter. Auch nach der Wiedervereinigung habe er als Vizepräsident des gesamtdeutschen Werkes das Zusammenwachsen der Diakonie in Ost und West wesentlich mitgestaltet. Dabei habe er auch stets die Ökumenischen Beziehungen gepflegt.

„Insbesondere hat Ernst Petzold die diakonische Fort- und Weiterbildung ausgebaut und so unter anderem Maßstäbe für die Behindertenarbeit in der DDR gesetzt“. Mit der Gründung eines eigenes Bauberatungs- und Planungsbüro der Diakonie 1979 erreichte er, dass Einrichtungen der Behindertenhilfe, Seniorenheime und auch Krankenhäuser nach westlichen Standards gebaut oder modernisiert wurden.

Petzold wurde 1930 in Leipzig geboren. Dort besuchte er die Thomasschule zu Leipzig und war Mitglied im weltweit bekannten Thomanerchor. Nach dem Studium der Theologie arbeitete Petzold als Gemeindepfarrer in Mutzschen-Ragewitz und Meißen. 1965 wurde er zum Leiter des Landeskirchlichen Amtes für Innere Mission und Bevollmächtigten des Hilfswerks der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens berufen. Der Trauergottesdienst findet am Montag, dem 30. Januar 2017 um 13 Uhr in der Dorfkirche Berlin-Karow, Alt Karow 13 statt.

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© Hermann Bredehorst

Stephan Röger

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