Diakonie erwartet Reform der Kinder- und Jugendhilfe

12. April 2017
  • Pressemitteilung
  • Familie und Kinder

Anlässlich der Verabschiedung des Gesetzentwurf es zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen durch das Kabinett, sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:

"Zum Ende der Legislaturperiode legt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  einen Gesetzentwurf zur Reform des SGB VIII vor, der den Ansprüchen an eine bedarfsgerechte, sozialräumliche, inklusive Kinder- und Jugendhilfe nicht gerecht wird. Wir erwarten in der nächsten Legislaturperiode eine grundlegende Reform, die in einem transparenten, beteiligungsorientierten Prozess erarbeitet wird".

Die Diakonie kritisiert insbesondere, dass die Bundesländer die Möglichkeit erhalten, Leistungen für unbegleitete minderjährige Ausländer unter Kostengesichtspunkte zu steuern. "Es darf nicht zwischen Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft differenziert  und Leistungen eingeschränkt werden. Die Unterbringung, Versorgung und Betreuung der unbegleiteten jungen Ausländer durch die Kinder- und Jugendhilfe ist wesentlich für deren Integration. Abstriche aus Kostengründen ist fahrlässig", betont Loheide. Durch die Zuständigkeit der Länder würden zudem regionale Unterschiede gefördert, anstatt für gleichwertige Lebensbedingungen und Unterstützung  aller Kinder in Deutschland zu sorgen.

Die Erwartungen der Diakonie an eine reformierte Kinder- und Jugendhilfe finden Sie hier.

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