Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt fördern

1. Juli 2015
  • Pressemitteilung
  • Inklusion und Behindertenhilfe

"Integrationsbetriebe schaffen Arbeitsplätze für Menschen mit schweren Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Dafür brauchen sie eine verlässliche Förderung", sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland..

Sie begrüßt, dass der Bundestag sich am Donnerstag  mit der Förderung der Integrationsbetriebe befasst: „Die Integrationsbetriebe sind ein wichtiger Baustein, um Menschen mit einer wesentlichen Behinderung in normale Arbeitsverhältnisse zu bringen, wie es die UN- Behindertenrechtskonvention von uns fordert“.

Integrationsbetriebe sind in der Regel kleine Unternehmen, zum Beispiel Gaststätten, Druckereien, oder Reinigungsbetriebe, in denen Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenarbeiten. Für die Begleitung und Unterstützung der behinderten Mitarbeiter erhalten die Betriebe eine Förderung aus der so genannten Ausgleichsabgabe. Bundesweit sind in 800 Integrationsbetrieben 10.500 Menschen mit Behinderungen beschäftigt.

Nach Auffassung von Uwe Mletzko, Vorsitzender des Bundesverbands evangelische Behindertenhilfe, ein Fachverband der Diakonie, leisten Integrationsbetriebe einen großen Beitrag zur Inklusion von Menschen mit Behinderung. Er erwartet von der Beratung im Bundestag, dass die Parlamentarier diese Chance erkennen und die Rahmenbedingungen der Betriebe verbessern. „Wir brauchen eine auf Dauer gestellte Förderung, die natürlich strikt auf den Unterstützungsbedarf des behinderten Menschen zugeschnitten sein muss.“

Mletzko fordert außerdem den Ausbau der so genannten Zuverdienstprojekte. In diesen könnten psychisch kranke Menschen, die nur wenige Stunden arbeiten können, am normalen Arbeitsleben teilnehmen. „Die Zuverdienstbeschäftigung muss in der derzeitigen Vielfalt erhalten und bundesweit in größerem Umfang bereitgestellt werden“, so der Vorsitzende des Bundesverbands evangelische Behindertenhilfe.

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