Lücken in der palliativen Versorgung schließen

19. August 2015
  • Pressemitteilung
  • Gesundheit und Pflege
  • Hospiz- und Palliativversorgung

Im November dieses Jahres entscheidet der Deutsche Bundestag über eine gesetzliche Neuregelung der Beihilfe zur Selbsttötung. Gemeinsam mit der evangelischen Kirche beteiligt sich die Diakonie intensiv an der gesellschaftlichen Debatte um die Frage des assistierten Suizids und setzt sich für ein Verbot der organisierten und geschäftsmäßigen Sterbehilfe ein.

Eine Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD hat gezeigt, dass viele Menschen Angst vor einem langen qualvollen Sterbeprozess haben und aus dieser Angst heraus Beihilfe zur Selbsttötung befürworten. "Organisierte Sterbehilfe zu verbieten, ist aus vielen Gründen wichtig und richtig. Mindestens ebenso wichtig ist aber, die Ursachen dafür, warum Menschen Beihilfe zur Selbsttötung wünschen, zu beheben", sagt Diakonie- Präsident Ulrich Lilie anlässlich eines Besuches des Alten- und Pflegeheimes der Inneren Mission in Northeim.

"Deshalb müssen wir zuerst dafür Sorge tragen, dass jeder Mensch sicher sein kann, am Lebensende gut versorgt zu werden", betont Lilie. Die Diakonie fordert deutlich mehr Anstrengungen dabei, die Lücken in der palliativen Versorgung zu schließen. Das betrifft eben nicht nur spezialisierte Einrichtungen wie Hospize und Palliativstationen in Krankenhäusern, sondern ganz besonders die Versorgung in Altenpflegeheimen. "Es darf nicht sein, dass hochaltrige pflegebedürftige Menschen in ihrer letzten Lebensphase eine Odyssee zwischen Krankenhaus und Pflegeheim erleben müssen", sagt Lilie." Das ist mit einer höheren Anzahl von Fachkräften und einer damit verbundenen guten palliativen Versorgung, vorausschauender Pflege und Medizin in den stationären Einrichtungen sehr einfach vermeidbar."

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