Gemeinsame Pressemeldung von BMU und Diakonie Deutschland: Svenja Schulze überreicht Förderbescheide an soziale Einrichtungen der Diakonie

17. Mai 2021
  • Pressemitteilung
  • Diakonisches Profil
  • Innovation

Soziale Einrichtungen der Diakonie aus Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz haben heute von der Bundesumweltministerin einen Förderscheck erhalten. Damit gehen weitere Projekte der Diakonie aus dem Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ an den Start. Mit Hilfe dieser Fördermittel wollen die Einrichtungen dringend nötigen Sonnen- und Hitzeschutz sowie Beratungen und individuelle Anpassungskonzepte finanzieren. Mit dem Förderprogramm aus dem Konjunktur- und Zukunftspaket will das BMU gegen die Folgen des Klimawandels vorgehen sowie das Arbeitsumfeld der Beschäftigten und die Lebensqualität in den Einrichtungen verbessern.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Trockene Sommer und Hitzewellen machen die Auswirkungen des Klimawandels auch in Deutschland spürbar. Viele Menschen leiden unter andauernden Hitzewellen, Schlafmangel und Kreislaufkrankheiten sind oft die Folge. Für Alten- und Pflegeheime und andere sozialen Einrichtungen sind Extremwetterereignisse wie Hitze eine enorme Herausforderung. Mit dem BMU-Förderprogramm will ich helfen, das nötige Wissen über die Folgen des Klimawandels zu vermitteln. Außerdem sollen Vorsorgemöglichkeiten und Möglichkeiten zur Risikominimierung bekannter werden. Bereits erlebbare extreme Klimabelastungen in sozialen Einrichtungen wollen wir mit konkreten Maßnahmen abmildern. Markisen, schattige Pavillons auf den Außenflächen oder solargetriebene Rollläden können die Lage spürbar verbessern. Mit individueller Beratung und Konzepten für die Klimaanpassung bekommen soziale Einrichtungen zudem eine Unterstützung, die noch in vielen Jahren wirkt.“

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie: „Der Klimawandel ist Realität. Wir tun gut daran, uns verantwortungsvoll darauf einzustellen. Das Förderprogramm ‚Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen‘ kommt zur rechten Zeit. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung und Zukunftsfähigkeit der sozialen Infrastruktur. Gerade in unseren Einrichtungen suchen oft Menschen Hilfe, die unter veränderten klimatischen Bedingungen sehr zu leiden haben. Und unsere Mitarbeitenden leisten häufig körperliche Schwerstarbeit. Ich freue mich, dass sich so viele diakonische Einrichtungen gleich zu Beginn der Ausschreibung beteiligt haben. Heute gratuliere ich insbesondere der Diakonie Güstrow, der Diakonie Hochfranken Erwachsenenhilfe und der Stiftung Kreuznacher Diakonie, dass sie diesen Schritt vorangehen. Ich hoffe sehr, dass die attraktiven Förderbedingungen viele weitere unserer Mitglieder überzeugen werden mitzumachen. Klimaanpassung und Klimaschutz gehören eng zusammen. Auch beim Klimaschutz können wir als Diakonie eine große Hebelwirkung entfalten und sind gerne bereit, dieses Feld gemeinsam mit der Politik zu bearbeiten."

Mit insgesamt 21 Vorhaben ist die Diakonie eine der großen Antragstellerinnen im ersten Förderfenster des BMU-Förderprogramms „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“. Die ersten bewilligten Vorhaben gehen an folgende Diakonie-Projekte:

  • Diakonie Hochfranken Erwachsenenhilfe gGmbH (Bayern): Installation von leitungsgebunden Trinkwasserspendern im Thomas-Breit-Haus;
  • Diakonie Güstrow e.V. (Mecklenburg-Vorpommern): Installation von leitungsgebunden Trinkwasserspendern im Diakonie-Pflegeheim am Glammsee;
  • Stiftung kreuznacher diakonie (Rheinland-Pfalz): Erstellung eines Konzeptes für Klimaanpassungsmaßnahmen für neun Einrichtungen der Stiftung kreuznacher diakonie.

Das BMU-Förderprogramm richtet sich bundesweit an Kommunen, gemeinnützige Vereinigungen sowie Organisationen und Unternehmen im Gesundheits- und Sozialwesen. Mit 150 Millionen Euro fördert das Bundesumweltministerium bis 2023 individuelle Beratungen, umfassende Anpassungskonzepte und konkrete Maßnahmen, um sich gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen. Die Maßnahmen zur Klimaanpassung dienen zugleich häufig auch dem Klimaschutz, der Biodiversität, dem Speichern von Regenwasser, der Verbesserung der Luftqualität oder dem Lärmschutz. Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels tragen zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in der Gesellschaft bei und mindern u. a. die Risiken für Gesundheit, Infrastruktur, Wirtschaft und mehr.

Die hohe Zahl der eingereichten Anträge, die Ende 2020 im ersten Förderfenster des neuen Programms „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ eingereicht wurde, zeigt, dass die Anpassung an die Folgen des Klimawandels bei Kommunen und Wohlfahrtsverbänden und sonstigen Trägern sozialer Einrichtungen bereits ein bedeutendes Thema ist. Innerhalb von sechs Wochen waren aus dem gesamten Bundesgebiet – trotz der hohen Belastungen durch die zweite Corona-Welle – rund 600 Anträge mit einem Fördervolumen von fast 100 Millionen Euro eingegangen. Derzeit prüft das BMU in Zusammenarbeit mit dem Projektträger, der ZUG gGmbH alle vorliegenden Anträge. Ein weiteres Förderfenster ist geplant und wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

© Hermann Bredehorst

Kathrin Klinkusch

Pressesprecherin

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