Flüchtlinge brauchen Perspektiven ab Tag eins

21. Juni 2016
  • Pressemitteilung
  • Flucht und Migration
  • Integration und Teilhabe

"Flüchtlinge brauchen Perspektiven ab Tag eins", sagte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie beim 16. Berliner Flüchtlingssymposium am 21. Juni.

"Wer die Menschen, die in Deutschland Zuflucht und Zukunft suchen, ausschließlich als Bedrohung und Kostenfaktor sehe, wird kaum brauchbare Ideen für die Integration entwickeln", betonte Lilie in seiner Rede in der Friedrichstadtkirche. Statt Flüchtlinge als Last zu sehen, plädierte Lilie dafür, sich stärker auf die Potenziale zu konzentrieren, die jeder Flüchtling mitbringt: "Weg vom Flüchtling, der kostet, hin zum Menschen, der kostbar ist!"

Als Voraussetzung für Integration nannte Lilie zum einen staatliche Angebote und rechtliche Regelungen, die den Menschen einen sicheren Aufenthalt, Zugang zu Integrationsmaßnahmen und zum Arbeitsmarkt sichern. Entscheidend seien vor allem gut koordinierende Kommunen und die Zivilgesellschaft. "Ich werbe für kommunale Runde Tische, an denen sich zum Beispiel Wirtschaftsbetriebe, Handwerks- und Handelskammern, Kommunalverwaltung, Stadt- und Bildungsplaner, Jobcenter, Bildungsinstitutionen, Kirchengemeinden, Hochschulen, Migrantenselbstorganisationen und Flüchtlingsinitiativen miteinander  vernetzen und sich gemeinsame, verbindliche und auch überprüfbare Integrations-Ziele setzen", erklärte der Diakonie-Präsident. Von denen würden sowohl  die Neuankömmlinge als  auch die Gesamtgesellschaft profitieren.

Ansprechpartnerin

© Hermann Bredehorst

Ute Burbach-Tasso

Pressesprecherin

030 65211-1780

[email protected]