Digital für alle – Digitale Teilhabe muss für alle gelten

18. Juni 2020
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Am 19. Juni veranstaltet die Initiative „Digital für alle“ den ersten Digitaltag in Deutschland. Ziel ist, digitale Teilhabe quer durch alle Altersschichten zu fördern sowie Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung aufzuzeigen. Die Diakonie Deutschland ist Partner der Initiative und engagiert sich beim Digitaltag.

bunte Luftballons steigen in den Himmel, Logo des Digitaltags
© Digitaltag

Digitalisierung erfasst bereits nahezu alle Lebensbereiche - und bietet große Chancen. Die Diakonie will zu mehr digitaler Teilhabe und damit mehr Gleichberechtigung aller Menschen beitragen.

Digitalisierung erfasst bereits nahezu alle Lebensbereiche - und bietet große Chancen. Gerade die Kontaktbeschränkungen durch Corona haben gezeigt, dass Digitalisierung für mehr Teilhabe und gesellschaftliches Miteinander sorgen kann. "Wo Corona Gräben zieht, baut Digitalisierung Brücken", sagt Diakonie- Präsident Lilie. "Die große Bereitschaft, beispielsweise in Senioreneinrichtungen, neue digitale Wege zu gehen, hat Informations- und Kontaktwege eröffnet, die es vorher nicht gab." Darauf gelte es aufzubauen, ohne dabei Risiken wie Datenmissbrauch oder mangelnden Datenschutz außer Acht zu lassen. "Digitalisierung ist eine Lernaufgabe, die Zuversicht und Augenmaß erfordert", sagt der Diakonie-Präsident. Dafür brauche es Bündnisse und gute Beispiele, wie sie in den vielfältigen Aktionen des Digitaltages gezeigt werden.

"Als Diakonie wollen wir zu mehr digitaler Teilhabe und damit mehr Gleichberechtigung für alle Menschen beitragen", so Lilie. Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik, ergänzt: "In der Corona-Krise wird deutlich, wie sehr Digitalisierung und soziale Fragen verknüpft sind. Sie hat zum Beispiel gezeigt, wie existentiell wichtig digitale Lern- und Kommunikationsprozesse für unsere Gesellschaft sind. Von Armut Betroffene haben aber oft keine ausreichende digitale Ausstattung. Kinder aus einkommensarmen Familien bleiben bei digitalen Lernprozessen außen vor. Darum braucht jedes Schulkind eine EDV-Grundausstattung und W-Lan-Zugang. Kitas, Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen müssen technisch und personell so ausgestattet sein, dass jedes Kind die gleichen Chancen und Zugänge hat." Zugleich gehöre digitale Kompetenz dringend auf den schulischen Lehrplan. Medienkompetenz und sicherer Umgang mit digitaler Technik seien heute entscheidende Kriterien besonders für die berufliche Zukunft. "Diese Chance dürfen wir auch einkommensschwachen Familien nicht verwehren", so Loheide. "Digitale Teilhabe darf nicht vom Geldbeutel abhängen, sie muss für alle gelten."

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen

Die Initiative "Digital für alle" ist ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Kräfte, das sich mit der Frage beschäftigt, wie alle Menschen in Deutschland digitale Entwicklungen besser verstehen und von ihnen profitieren können

Ansprechpartner

© Hermann Bredehorst

Stephan Röger

Social Media stellv. Pressesprecher

030 65211-1873

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