Diakonie-Präsident Ulrich Lilie überreicht Wichern-Adventskranz an den Deutschen Bundestag

30. November 2017
  • Pressemitteilung
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Diakonie-Präsident Ulrich Lilie überreicht heute einen Wichern-Adventskranz an Dr. Hans-Peter Friedrich, Vizepräsident des Deutschen Bundestages. 

Die Übergabe ist bewährte Tradition: Damit dankt der Diakonie- Präsident den Mitgliedern und Mitarbeitenden des Bundestages für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. "Gemeinsam haben wir uns im vergangenen Jahr vielen sozialpolitischen Herausforderungen und Fragen gestellt. Und gemeinsam werden wir uns auch in Zukunft dafür einsetzen, dass kein Mensch in Deutschland ausgegrenzt wird und alle am gesellschaftlichen Leben teilhaben können", sagt Lilie. Und weiter: "Dieser Adventskranz steht in aufregenden und lauten Zeiten auch für die nicht lautsprecherische Leuchtkraft der Religion in einer offenen Gesellschaft." 

Der traditionelle Wichern-Adventskranz ist eine Erfindung aus der Diakonie und symbolisiert bis heute, was Diakonie ist: soziale Arbeit getragen vom christlichen Glauben. "Es tut gut, wenn wir gerade in politisch bewegten Zeiten Momente und Räume der Unterbrechung finden. Und immer wieder unterscheiden lernen zwischen Letztem und Vorletzten, und die weiß Gott wichtige Frage nach einer handlungsfähigen neuen Regierung nicht mit dem Advent Gottes verwechseln", sagt Lilie. 1839 ließ der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern, einer der Gründerväter der Diakonie, im Betsaal des "Rauhen Hauses" in Hamburg zum ersten Mal einen Leuchter mit roten und weißen Kerzen für die Werk- und Sonntag aufhängen. Der Leiter eines Heimes für elternlose Kinder und Jugendliche reagierte damit auf die alle Jahre wiederkehrende Frage seiner Zöglinge: Wie lange ist es noch bis Weihnachten? Jeden Tag zündete er zusammen mit den Kindern und Jugendlichen eine neue Kerze an. So konnten sie sehen, wie Weihnachten täglich ein Stück näher rückte - bis am 24. Dezember der ganze Kranz erstrahlte.

Später wurde dieser Holzkranz mit Tannengrün geschmückt. Beim heutigen Adventskranz sind nur noch die vier großen Kerzen für die Adventssonntage übrig geblieben.

In diesem Jahr schmücken den traditionellen Wichernkranz insgesamt 22 Kerzen: 18 kleine rote Kerzen stehen für die Werktage und vier dicke weiße für die Sonntage bis Weihnachten. Gestiftet wurde der Kranz vom Evangelischen Johannesstift Berlin-Spandau, das von Johann Hinrich Wichern gegründet wurde.

Der Kinderchor des Johannesstiftes untermalt die Veranstaltung musikalisch. 

Hinweis für die Redaktionen:

In einem Pixi-Buch erklärt die Diakonie die Entstehung des Adventskranzes. Das original Pixi-Buch ist im Carlsen Verlag erschienen und  unter der Artikelnummer 619 104 690 beim Zentralen Vertrieb der Diakonie Deutschland beziehungsweise über den Online-Shop der Diakonie erhältlich.

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