Diakonie-Präsident überreicht Wichern-Adventskranz an den Deutschen Bundestag

1. Dezember 2021
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Diakonie-Präsident Ulrich Lilie überreicht heute einen traditionellen Wichern-Adventskranz an Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau. Die Übergabe ist eine bewährte Tradition: Zum nunmehr vierzehnten Mal erhellt der Kranz während der Adventszeit die Lobby des Deutschen Bundestages. Damit dankt die Diakonie den Mitgliedern und Mitarbeitenden des Bundestages für die konstruktive Zusammenarbeit. Corona-bedingt findet die Feier erneut nur in kleinem Kreis statt.

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie überreicht einen Wichern-Adventskranz an Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau
© Diakonie/Lucas Seifert

Die Übergabe des Wichern-Adventskranzes an den Bundestag ist eine bewährte Tradition: Zum nunmehr vierzehnten Mal erhellt der Kranz während der Adventszeit die Lobby des Deutschen Bundestages.

„Auch in diesem Jahr bleibt vieles anders als gewohnt. Unsere Zeit ist von Abschieden von Gewohntem geprägt“, sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. „Die Adventszeit ist in der christlichen Tradition die Zeit des Neuanfangs, des Umdenken-Lernens. Der Adventskranz erinnert uns mit verlässlicher Regelmäßigkeit an die Geburt eines Kindes in einem zugigen Verschlag in einem scheinbar gottvergessenen Allerweltswinkel der Weltgeschichte. Diese Geburt des Mensch gewordenen Gottes genau dort setzt seitdem einen leicht zu übersehenden, aber überaus wirksamem Neuanfang, der immer wieder Menschen ins Licht stellt und ans Licht bringt, die sonst eher nicht gesehen oder gehört werden.“

Die Lobby des Reichstagsgebäudes sei ein symbolträchtiger und gut gewählter Ort für die Übergabe des Adventskranzes. „Ort und Kranz erinnern daran, dass Politik immer konkret ist, den Menschen dient, sie einbezieht und sich an den verletzlichsten und schwächsten Mitgliedern der Gesellschaft orientieren soll“, so der Diakonie-Präsident. Es sei dringender Auftrag an Kirche und Diakonie, aber auch an alle, die politische Verantwortung tragen, neue Antworten auf die drängenden sozialen und ökologischen Fragen unserer Zeit zu finden. „Aber wir werden tragende neue Antworten nur dann finden, wenn wir genau hinsehen und zuhören. Zuerst denen, die nicht im Licht der Öffentlichkeit und auch nicht im Zentrum unserer Aufmerksamkeit stehen“, so Lilie.

In diesem Jahr schmücken den traditionellen Wichernkranz insgesamt 27 Kerzen: 23 dünne rote Kerzen stehen für die Werktage, vier dicke weiße Kerzen für die Sonntage vom ersten Advent bis Weihnachten.

Gestiftet wurde der Kranz vom Evangelischen Johannesstift Berlin, das von Johann Hinrich Wichern gegründet wurde. Ein Team der Friedhofsgärtnerei der Johannesstift Diakonie Services benötigte etwas mehr als einen Tag und 20 Bünde Tannengrün, um das Kranzgestell aus Metall, Holz und Draht – dem früheren Wagenrad nachempfunden – zu umwickeln. Der fertige Kranz aus Nordmanntanne hat etwa 2,30 Meter Durchmesser. Getragen wird der Kranz von einem rund 50 Kilogramm schweren Ständer aus Holz und Metall.

Die Übergabe wird musikalisch untermalt von Naomi Reinemann und Jürgen Lindner.

Zum Hintergrund:

Johann Hinrich Wichern gilt als Erfinder des Adventskranzes. Er stellte 1839 im Andachtsraum des „Rauhen Hauses", einem Heim für elternlose Kinder und Jugendliche in Hamburg, ein Wagenrad aus Holz auf. Dieses schmückte er mit Kerzen für die Tage, die noch bis Weihnachten verblieben. Jeden Tag wurde eine neue Kerze angezündet. So konnten die Kinder sehen, wie Weihnachten täglich ein Stück näher rückte – bis am 24. Dezember der ganze Kranz erstrahlte. Später wurde dieser Holzkranz mit Tannengrün geschmückt. Beim heutigen Adventskranz sind von den – je nach Kalenderjahr – bis zu 28 Kerzen nur noch vier große Kerzen für die Adventssonntage übriggeblieben.

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