Diakonie Deutschland reagiert mit Unverständnis auf Demoaufruf von Verdi

12. Oktober 2017
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Mit Unverständnis reagiert die Diakonie Deutschland auf einen Demonstrationsaufruf der Gewerkschaft Verdi gegen das kirchliche Arbeitsrecht. 

"Verdi ignoriert, dass die Kirchen mit ihrem eigenen Weg der Tariffindung in der Regel zu deutlich besseren Abschlüssen für ihre Mitarbeitenden kommen als der Durchschnitt der Branche", sagt am Donnerstag Diakonie-Vorstand Dr. Jörg Kruttschnitt. Er forderte die Gewerkschaft Verdi auf, an den Verhandlungstisch zu kommen und ihren Platz in der Arbeitsrechtlichen Kommission der Diakonie Deutschland einzunehmen.

Dass Verdi höchstrichterliche Urteile nicht akzeptiert, führt in der Diakonie zur Irritation. "Die Dienstleistungsgewerkschaft  Verdi stellt beharrlich das verfassungsmäßige Recht der Kirchen, ihre eigenen Angelegenheiten selbst zu regeln, in Frage", sagt Kruttschnitt. Er verweist darauf, dass Verdi mit dieser Position vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert ist.

Die Diakonie Deutschland vertritt als evangelischer Bundesverband rund 31.500 Einrichtungen mit mehr als 525.000 Mitarbeitenden. "Wir wissen bis heute nicht, für wie viele Diakonie-Mitarbeitende Verdi überhaupt spricht, weil die Gewerkschaft dazu keine Angaben macht", sagt Kruttschnitt. "Ich sehe in der für Donnerstag angekündigten Demonstration vor der Berliner Diakonie-Zentrale vor allem eine Werbeveranstaltung der Gewerkschaft."

"Wenn Verdi wirklich etwas für die in der Diakonie Beschäftigten erreichen will, soll sich die Gewerkschaft aktiv in unseren dafür vorgesehenen Gremien beteiligen", fordert der für Rechts-und Personalfragen zuständige Vorstand der Diakonie Deutschland.

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