Anhebung des Kinderregelsatzes fördern

12. September 2016
  • Pressemitteilung
  • Armut und Arbeit
  • Kinderarmut

"Die große Kinderarmut in Deutschland ist alarmierend. Bisher hat es die Politik nicht geschafft, die Situation armer Familien wirklich zu verbessern. Die sozial- und familienpolitischen Instrumente reichen nicht aus, um Kinder- und Jugendarmut zu vermeiden", sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Bertelsmann-Studie "Kinderarmut".

Sie zeige deutlich, dass die Armut von Kindern und ihren Familien trotz wirtschaftlichem Wachstum auf einem nach wie vor hohen Niveau stagniert und in einzelnen Regionen Deutschlands sogar zugenommen hat. Der Staat habe eine besondere Verantwortung gegenüber Kindern, die ihre Lebenssituation nicht selbst ändern können. "Im Rahmen der Neufestsetzung der Hartz IV-Regelsätze werden wir uns daher dafür einsetzen, dass der Kinderregelsatz angehoben wird", so Loheide. "Die Diakonie Deutschland fordert eine eigenständige und einheitliche Geldleistung für alle Kinder und Jugendlichen, die den grundlegenden finanziellen Bedarf für die Existenz und gesellschaftliche Teilhabe absichert. Die Politik muss endlich diesen unhaltbaren Zustand beenden, der Kinder so nachhaltig in ihrer gesundheitlichen Entwicklung, in ihren Bildungschancen sowie in ihrer gesamten Lebensbiografie beeinträchtigt", betont Loheide.

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