Abschiebungen nach Afghanistan stoppen

30. Mai 2017
  • Pressemitteilung
  • Flucht und Migration

In ihrer gemeinsamen Erklärung "Abschiebungen nach Afghanistan stoppen - Schwerwiegende Mängel bei Asylverfahren" fordern Menschrechtsorgansiationen und Verbände, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind, die für morgen angesetzte Sammelabschiebung nach Kabul zu stoppen und von weiteren Abschiebungen abzusehen.

Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, erkärt dazu:

"Durch fehlerhafte Entscheidungen des BAMF werden schutzbedürftige Flüchtlinge ausreisepflichtig. Unsere Einrichtungen berichten, dass unter afghanischen Asylsuchenden derzeit eine große Verunsicherung herrscht. Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich dramatisch verschlechtert, so dass eine Rückkehr in Sicherheit und Würde nach Afghanistan für niemanden gewährleistet werden kann.

Gewalt, Entführungen, religiöse und ethnische Konflikte sind in Afghanistan allgegenwärtig. Wir haben große Sorge, dass diese Menschen in den sicheren Tod abgeschoben werden. Daher unser dringender Appell an die Politik: Keine weiteren Abschiebungen mehr nach Afghanistan!"

Die gemeinsame Erklärung von Amnesty International, Arbeiterwohlfahrt, Arbeitsgemeinschaft Migrationsrecht im Deutschen Anwaltverein, Paritätischen Gesamtverband, Diakonie Deutschland, Jesuiten-Flüchtlingsdienst, Neue Richtervereinigung, PRO ASYL und Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverein finden Sie im Anhang.

 Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Ansprechpartnerin

© Hermann Bredehorst

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Pressesprecherin

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