Die Präsidenten und Direktoren der Diakonischen Werke

Das Diakonische Werk der EKD hatte zwischen 1957 und 2014 sechs Präsidenten. Von 1957 bis 1991 hatte das Diakonische Werk der Evangelischen Kirchen in der DDR drei Direktoren. Diese Übersicht listet alle Personen auf.

Die Präsidenten des Diakonischen Werkes der EKD

2010 - 2014 Präsident des Diakonischen Werkes der EKD

* 1948  Kronach
1976  Pfarrvikar in Tauberbischofsheim
1977  Pfarrvikar in Wertheim-Bestenheid
1979-1988  Gemeindepfarrer in Wertheim-Bestenheid
1988-1998  Dekan des Kirchenbezirks Konstanz und Pfarrer der Kirchengemeinde Konstanz-Litzelstetten
1998-2011  Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Baden
2011-2012  Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, Berlin
2012-2014  Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung, Präsident der Diakonie Deutschland

Stockmeier brachte den Prozess der Fusion und Standortverlagerung der Werke nach Berlin zum Abschluss.

2006 - 2010 Präsident des Diakonischen Werkes der EKD

* 1952  Stuttgart
1979  Vikar in Stuttgart-Degerloch
1979-1982  Ausbildungsvikar in Stuttgart-Rot
1982-1984  Vikar im Diakonischen Werk Württemberg
1984-1991  Gemeindepfarrer in Stuttgart-Riedenberg
1987-1991  Pressepfarrer im Dekanat Degerloch
1991-2007  Theologischer Vorstand und Vorstandsvorsitzender der Diakonie Stetten, Kernen im Remstal
2006-2010  Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, Stuttgart und Berlin

Die Fusion des Diakonischen Werkes der EKD mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst ist wesentlich durch Kottnik angestoßen worden. In seine Präsidentschaft fielen die Verhandlungen und Vorbereitungen für die Fusion der Werke und den damit verbundenen Standortwechsel nach Berlin.

1994 - 2006 Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, Stuttgart und Berlin

* 1948  Rotenburg/Wümme
1971-1974  Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Ev. Theologie) an der Universität Marburg
1975-1977  Gemeindepfarrer in Schönstadt (bei Marburg)
1977-1978  Pfarrer im Landesjugendpfarramt der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck
1978-1981  Pfarrer im Diakonissenhaus Frankfurt/Main
1981-1988  Gemeindepfarrer in Großseelheim (OT von Kirchhain)
1988-1994  Landespfarrer für Diakonie in der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck
1994-2006  Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, Stuttgart und Berlin
2000-2007  Präsident des Europäischen Verbandes für Diakonie EURODIACONIA
2003  Ehrendoktorwürde der Theol. Fakultät der Universität Heidelberg

Gohde hat mit strategischem Weitblick frühzeitig erkannt, dass die Diakonie sich den veränderten Bedingungen anpassen muss. Er hat als Theologe und Sozialpolitiker immer wieder notwendige Veränderungen in der Diakonie angestoßen. Unter seiner Führung hat das Diakonische Werk nicht nur einen Strukturentwicklungsprozess erfolgreich durchlaufen, sondern sich auch eine neue Satzung gegeben, die modernen Anforderungen von Corporate Governance und Transparenz entspricht.

1984 - 1994 Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, Stuttgart

* 1929  Pegnitz (Oberfranken)
1956-1960  Gemeindepfarrer in Beerbach (Mittelfranken)
1960-1962  Pfarrer im Landesjugendpfarramt der Bayerischen Landeskirche
1962-1967  Landesjugendpfarrer der Bayerischen Landeskirche
1967-1984  Rektor der Rummelsberger Anstalten, Schwarzenbruck (Mittelfranken)
1984-1994  Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, Stuttgart
1991  Theologische Ehrendoktorwürde der Ev.-Luth. Theologischen Akademie Budapest
1994-2000  Beauftragter des Rates der EKD für Fragen der Spätaussiedler und der Heimatvertriebenen

† 2018 

 

Neukamm setzte sich vehement für die 1993 eingeführte gesetzliche Pflegeversicherung ein. In seiner Amtszeit fand die Wiedervereinigung der Diakonischen Werke in Ost- und Westdeutschland statt. Schon zuvor hatte er als Beauftragter des Rates der EKD für Kirchliche Hilfsmaßnahmen in die DDR und Humanitäre Maßnahmen enge Kontakte über die innerdeutsche Grenze geknüpft.

1963 - 1984 Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, Stuttgart

* 1918  Zirndorf (Mittelfranken)
1948  Dr. theol. der Ev.-Theol. Fakultät der Universität Erlangen
1962-1967  Landesjugendpfarrer der Bayerischen Landeskirche
1955-1963  Rektor des Diakonissenmutterhauses Neuendettelsau
1963-1975  Präsident der Hauptgeschäftsstelle des Diakonischen Werkes - Innere Mission und Hilfswerk - der EKD, Stuttgart
1975-1984  Präsident des Diakonischen Werkes der EKD e.V., Stuttgart
1969  Theologische Ehrendoktorwürde der Universität Seoul
1980  Verleihung des Professorentitels durch das Land Baden-Württemberg
1984-1991  Beauftragter des Rates der EKD für die Seelsorge an deutschen Kriegsverurteilten in ausländischem Gewahrsam
1979-1988  Präsident des Internationalen Verbandes für Innere Mission und Diakonie
† 2010  Loßburg

Schober prägte die entscheidende Phase des Ausbaus des Diakonischen Werkes im expandierenden westdeutschen Wohlfahrtsstaat und organisierte die endgültige Fusion von Innerer Mission und Hilfswerk. In seiner langen Amtszeit profilierte er sich als einer der bekanntesten kirchlichen Sozialpolitiker.

Die notwendige geistliche und sozialpolitische Neuorientierung der Diakonie in den Reformjahren der Bundesrepublik gestaltete er durch eine Fülle von Vorträgen und Veröffentlichungen.

1957 - 1962 Präsident der Hauptgeschäftsstelle des Werkes "Innere Mission und Hilfswerk der EKD", Stuttgart

* 1901  Glasgow 
1925  Militärpfarrer in Allenstein (Ostpreußen)
1930-1939  Militärkreispfarrer in Dresden 
1940-1945  Generalfeldvikar beim Evangelischen Feldbischof 
1946-1957  Geschäftsführender Direktor des Central-Ausschusses für Innere Mission, Bielefeld-Bethel 
1957-1962  Präsident der Hauptgeschäftsstelle des Werkes "Innere Mission und Hilfswerk der EKD", Stuttgart 
1958  Ehrendoktorwürde der Ev.-Theol. Fakultät der Universität Münster 
† 1988  Kassel

Münchmeyers besonderes Verdienst war die erfolgreiche Zusammenführung der beiden evangelischen Hilfsorganisationen Innere Mission und Hilfswerk, für die er sich als Leiter des Central-Ausschusses mit Nachdruck eingesetzt hatte. Gesundheitliche Gründe zwangen ihn zum vorzeitigen Ruhestand, was eine längere Vakanz im Präsidentenamt zur Folge hatte.

Die Direktoren des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirchen in der DDR

1976 - 1991 Direktor des Werkes "Innere Mission und Hilfswerk der Evangelischen Kirchen in der DDR", Berlin

* 1930  Leipzig
1955-1959  Gemeindepfarrer in Mutzschen-Ragewitz
1959-1965  Pfarrer in Meißen, St. Afra
1965-1976  Leiter des Landeskirchlichen Amtes für Innere Mission und Bevollmächtigter des Hilfswerkes der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
1976-1991  Direktor des Werkes "Innere Mission und Hilfswerk der Evangelischen Kirchen in der DDR", Berlin
1990-1995  Vizepräsident des Diakonischen Werkes der EKD e.V., Berlin
1988-1992  Präsident des Internationalen Verbandes für Innere Mission und Diakonie (ab 1989 Europäischer Verband für Diakonie)

† 2017 

Wie seine Vorgänger hat Petzold maßgeblich die Selbstbehauptung und Profilierung der Diakonie unter den Bedingungen der DDR betrieben. Er förderte den Ausbau der Fort- und Weiterbildung und organisierte die Gründung eines eigenen Bauberatungs- und Planungsbüros der Diakonie. Als Vizepräsident des gesamtdeutschen Werkes gestaltete er nach 1990 das Zusammenwachsen der Diakonie in Ost und West wesentlich mit.

1968 - 1976 Direktor des Werkes "Innere Mission und Hilfswerk der Evangelischen Kirchen in der DDR", Berlin

* 1911  Hammer a. d. Uecker
1945-1957  Domprediger in Güstrow
1947-1959  Domprediger in Magdeburg
1946-1952  Vorsteher der Anhaltischen Diakonissenanstalt, Dessau
1959-1968  Landessuperintendent der Mecklenburgischen Kirche in Neustrelitz
1968-1969  Direktor (Ost) der Berliner Stelle des Diakonischen Werkes - Innere Mission und Hilfswerk - der EKD, Berlin (Ost)
1969-1976  Direktor des Werkes "Innere Mission und Hilfswerk der Evangelischen Kirchen in der DDR", Berlin
† 1985   Berlin

Unter der Leitung von Bosinski verselbständigte sich die ostdeutsche Diakonie mit der Gründung eines eigenständigen Werkes Innere Mission und Hilfswerk der Evangelischen Kirchen in der DDR, parallel zur Entstehung des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR. Die weiterhin engen Beziehungen zu den westdeutschen Partnern ermöglichten umfangreiche Neubauten und Modernisierungen in der ostdeutschen Diakonie.

1957 - 1968 Direktor (Ost) der Berliner Stelle des Werkes "Innere Mission und Hilfswerk der EKD", Berlin (Ost)

* 1902  Laugszargen (Ostpreußen)
1936-1945  Gemeindepfarrer in Landsberg (Ostpreußen)
1945  Kommissarischer Gemeindepfarrer in Wildau (Brandenburg)
1946-1952  Vorsteher der Anhaltischen Diakonissenanstalt, Dessau
1947-1952  Geschäftsführer des Anhaltischen Landesausschusses für Innere Mission
1952-1957  2. Direktor im Central-Ausschuss für Innere Mission und Leiter der Geschäftsstelle in Berlin (Ost)
1957-1968  Direktor (Ost) der Berliner Stelle des Werkes "Innere Mission und Hilfswerk der EKD", Berlin (Ost)
† 1987   Berlin

Laudien verantwortete den Aufbau zentraler Strukturen der Diakonie in der DDR. Bis zum Mauerbau wirkte er in enger Anbindung an die Geschäftsstelle des Central-Ausschusses in Berlin (West), als deren Dependance die Geschäftsstelle in Pankow, Schönhauser Allee 59, galt.

Zwischen 1954 und 1957 war er alleiniger Direktor des Central-Ausschusses in ganz Berlin. In seiner Amtszeit setzte eine rege Bautätigkeit der ostdeutschen Diakonie ein.