Lotterien

Wer sind die Soziallotterien und was macht die Diakonie?

Das Referat Soziallotterien der Diakonie Deutschland arbeitet zusammen mit den drei deutschen Soziallotterien. Diese sind:

  • Aktion Mensch
  • Die Deutsche Fernsehlotterie: Stiftung Deutsches Hilfswerk
  • GlücksSpirale

Die Diakonie vermittelt  Fördergelder, die durch den Verkauf von Lotterielosen der drei Lotterien über ein Beratungsnetzwerk der Landes- und Bundesverbände der finanziert werden können. Jährlich können so ca. 50 Mio. Euro an Fördergeldern aus den Soziallotterien in die Diakonie vermittelt werden. Dahinter stehen circa 1.500 Einzelvorhaben. Besonders die Anzahl der Flüchtlingshilfeprojekte, sind in der Vergangenheit vermehrt vertreten.

Die Diakonie legt dabei besonderen Wert auf transparenten und nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen. Die Projekte fördern Menschen mit Behinderungen, alte und pflegebedürftige Menschen, geflüchtete Menschen, Kinder und Jugendliche und Menschen in besonderen sozialen Notlagen.

Auf welche Projekte spezialisieren sich die jeweiligen Soziallotterien?
Welche Förderungsprogramme sind vorhanden?
Welche Anforderungen müssen erfüllt werden, um die Förderung in Anspruch nehmen zu können?

Aktion Mensch

Die Aktion Mensch wurde 1964 als  „Aktion Sorgenkind“ ins Leben gerufen. Im Zuge dessen begann die Organisation mit dem ZDF zusammenzuarbeiten, um über Menschen mit Behinderung aufzuklären. Im Laufe der Jahre wuchs die Aktion und mit einem weit umfangreicheren Konzept entstand im Jahr 2000 die Aktion Mensch. Heute ist die Aktion Mensch die größte Soziallotterie Deutschlands und unterstützt Projekte für

  • Menschen mit Behinderungen
  • Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten
  • Kinder und Jugendliche bis 27 Jahre

Jährlich kann die Diakonie mithilfe der Aktion Mensch circa 1000 Anträge mit einer Gesamtsumme von um die 25 Millionen Euro bezuschussen.

Förderungen können nur an freie gemeinnützige Organisationen vergeben werden, die Unterstützung in Form von  Personal- , Honorar- , Sach- oder Inventarkosten beanspruchen. Die Höhe des Zuschusses variiert; Projekte, die beispielsweise die Förderung regionaler Initiativen für Menschen mit Behinderungen, Menschen in sozialen Schwierigkeiten, sowie für Kinder und Jugendliche vorantreiben, können beispielsweise mit einem Zuschuss von maximal 5.000 Euro (maximal 1 Jahr) rechnen.  Dabei wären keine Eigenmittel erforderlich. Größere Maßnahmen, wie zum Beispiel  ambulante Dienste und Einrichtungen mit umfassender Barrierefreiheit können mit maximal 300.000 Euro bezuschusst werden, wobei ein gewisser Teil jedoch aus Eigenmitteln finanziert werden sollte. Außerdem ist zu beachten, dass pro Einrichtung nur eine Förderung im Jahr möglich ist. Vorhaben die vor der Antragsstellung begonnen werden, können nicht bezuschusst werden  beziehungsweise Projekte können erst ausgeführt werden,  wenn die Förderung bewilligt ist. Anträge können über die Landesverbände der Diakonie gestellt werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Deutsche Fernsehlotterie Stiftung Deutsches Hilfswerk

Die Deutsche Fernsehlotterie finanziert die Förderungen der Stiftung Deutsches Hilfswerk. Diese Stiftung wurde 1967 mithilfe von dem NDR, sowie der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände gegründet. Etwa die Hälfte der Lotterieerlöse kommt sozialen Projekten zugute, die sich für folgende Gruppen einsetzen

  • Kinder, Jugendliche und Familien
  • Senioren
  • kranke Menschen
  • Menschen mit Behinderung

Zusammen können die Diakonie und die Stiftung Deutsches Hilfswerk jährlich circa 100 Projekte mit  um die 15 Millione Euro unterstützen.

Einrichtungen die die Stiftung Deutsches Hilfswerk fördert, müssen Teil einer gemeinnützigen Organisation, Spitzenverbänden der freien Wohlfahrt oder freier gemeinnütziger Organisationen sein. Zuschüsse können dabei  der Finanzierung von Bauvorhaben, Förderung von sozialen und familienentlastenden Diensten oder die  Fort- und Weiterbildung von Mitarbeitenden dienen. Auch hier hängt der Umfang des Zuschusses von der Art des Projektes ab: Die maximale Förderhöhe für Baumaßnahmen liegt zum Beispiel bei 250.000 Euro, wobei der Antragssteller ebenfalls anteilig zu mindestens 10-20 Prozent beteiligt sein muss. Anträge können über den jeweiligen Regional- oder Bundes verband eingereicht werden und können erst nach der Bewilligung begonnen werden. Weitere Informationen über die Förderrichtlinien und die Deutschen Fernsehlotterie finden Sie hier.

GlücksSpirale

Die GlücksSpirale wurde 1967 gegründet, um die Olympischen Sommerspiele 1972 und später die Fußballweltmeisterschaft 1974 zu finanzieren. Seit 1976 setzt sich die Glücksspirale auch für wohltätige Zwecke ein. Der Erlös der Lottolose wird aufgeteilt unter den Initiativen der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege, des Deutschen Olympischen Sportbunds, und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Daher beinhalten die  Themengebiete der geförderten Projekte

  • Wohlfahrt
  • Sport
  • Denkmalschutz

Im Arbeitsbereich der Diakonie kann die Glücksspirale somit jährlich circa 100 Projekte mit rund 4 Millionen. Euro mitfinanzieren.

Gefördert werden Investitionen, Ausbildungsmaßnahmen oder Starthilfen von freien gemeinnützigen Einrichtungen oder bundesweite Vorhaben der Bundesspitzenvorstände der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrt. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen, alten Menschen und  Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten oder mit geistigen oder körperlichen Benachteiligungen zu unterstützen. Förderfähig sind Investitionen (Erwerb von Immobilien, Neu-, Erweiterungs- und Umbauten, Renovierungen, Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen, Ausstattung von Einrichtungen und Fahrzeuge) aber auch Starthilfen für Maßnahmen. Zuschüsse sollten zu mindestens 20 Prozent durch Eigenmittel ergänzt werden und können mit einer Maximallaufzeit von fünf Jahren (abhängig vom jeweiligen Projekt) beantragt werden. Förderanträge können über die Landesverbände der Diakonie eingereicht werden. Weitere Informationen über die Glücksspirale können Sie hier  finden.

Ansprechpartnerin

Simone Schink

Leiterin Referat Drittmittelberatung

030 65211-1481

[email protected]