Das Schwerpunktthema der Diakonie Deutschland

Kennen. Lernen.

Eine Initiative für Vielfalt und Begegnung

Die Diakonie will mit ihrem Schwerpunktthema Menschen bei ihren Projekten zu Vielfalt und einer offenen Gesellschaft unterstützen.

Das Schwerpunktthema läuft von 2018 bis 2020.

Das Schwerpunktthema läuft von 2018 bis 2020. 

 

Die Ausgangslage

Unsere Gesellschaft wird religiös, kulturell und sozial vielfältiger. Das hat Auswirkungen auf unser tägliches Miteinander. Viele Menschen begegnen den Veränderungen mit Offenheit und Neugier, andere reagieren mit Abwehr, fühlen sich selbst nicht wahrgenommen, nicht wertgeschätzt und ins soziale Abseits gedrängt. Krisen haben dazu geführt, dass Menschen weltweit flüchten und auch bei uns Schutz suchen. Die Globalisierung stellt hohe Anforderungen an Flexibilität und Mobilität von Menschen. Flucht und Wanderungen führen zu größerer Heterogenität unserer Gesellschaft. Migration und Diskriminierungserfahrungen haben oft das Gefühl von Entwurzelung zur Folge. Menschen eine Heimat in der Gesellschaft zu geben, bedeutet ihnen zumindest anfangs Unterstützung in allen Lebensbereichen vom Arbeiten bis zum Wohnen, von der Bildung und Ausbildung bis zur Gesundheitsversorgung zu bieten.

Unsere Motivation

Die Diakonie unterstützt und begleitet Menschen dabei, eine lohnende Perspektive für ihr Leben zu finden. Sie tritt öffentlich ein für eine offene, vielfältige Gesellschaft, in der Menschen sich vor Ort in ihrem Alltag mit Respekt und Toleranz begegnen. Sich kennenzulernen ist ein erster Schritt für ein neues Miteinander und für einen Platz in der Mitte der Gesellschaft. Integration, Inklusion und Teilhabe sind als Querschnittsthemen relevant für alle diakonischen und kirchlichen Arbeitsfelder. Deshalb macht die Diakonie das Kennenlernen zum Kern ihres Schwerpunktthemas 2018 bis 2020: "Kennen.Lernen. Eine Initiative für Vielfalt und Begegnung". 

Was getan werden muss

Soziale Teilhabe und Zusammenhalt entstehen nicht von allein, sondern müssen gelernt und aktiv politisch und gesellschaftlich gestaltet werden. Die Diakonie arbeitet dafür, dass ein neues Miteinander gelingt und der soziale Kitt in unserer Gesellschaft nicht weiter bröckelt. Die Nachhaltigkeit von gesellschaftlichem Zusammenhalt hängt auch von politischen Weichenstellungen ab.

Sozialer Ausgrenzung und Benachteiligung und der Sorge vor dem sozialen Abstieg muss mit konkreten politischen Maßnahmen begegnet werden. Dazu gehören eine ausreichende soziale Absicherung und eine gut ausgebaute, verlässliche und allen zugängliche soziale und Infrastruktur. Dazu gehören Investitionen in Bildung und Ausbildung und eine aktive Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik. Die demokratische, zivilgesellschaftliche Teilhabe muss gestärkt werden, damit Menschen erleben, dass ihre Meinung zählt und sie ihr Umfeld mitgestalten können. Eine Kultur der Wertschätzung von Vielfalt ist zu fördern und zugleich muss allen Formen der Diskriminierung und des Rassismus eine klare Absage erteilt werden. 

Die Umsetzung: Botschafterinnen und Botschafter des Kennen. Lernens.

Interessierte und engagierte Menschen, Projekte, Gemeinden und Einrichtungen werden als Botschafterinnen und Botschafter gesucht. Über eine Onlineplattform, eine App sowie Ideenbörsen und Gipfeltreffen  werden diese Menschen vernetzt und unterstützt. Wir wollen Beispiele guter Praxis und gelungene Initiativen des Kennen.Lernens. hervorheben und zu eigenen Aktivitäten anregen. Dazu wollen wir auch prominente Unterstützerinnen und Unterstützer aus Kultur, Sport und dem gesellschaftlichen Leben gewinnen, die sich für Vielfalt einsetzen und Initiativen mit Kurz-Spots, Statements und Fotos unterstützen.

Die Initiative lädt vor Ort gemeinsam mit den evangelischen Kirchen zur Beteiligung ein. Begleitet wird das Schwerpunktthema im Laufe der drei Jahre durch thematische Materialien, Positionierungen und Publikationen, die Perspektiven und Handlungsstrategien zum kulturellen, religiösen und sozialen Miteinander entwickeln und Impulse in Kirche, Politik und Gesellschaft geben.

Studienreise nach Bukarest

Eine Studienreise des Diakonie Schwerpunktthemas hatte im September 2018 das Ziel Bukarest: Projektbesuche und Hintergrundgespräche mit Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung gaben an drei Tagen einen tiefen Einblick in die Großstadt und ihre Herausforderungen der Sozialen Arbeit.

In Bündnissen für eine offene Gesellschaft

Die Diakonie Deutschland engagiert sich gegen die Gefährdungen des sozialen Zusammenhalts und unserer Demokratie in Bündnissen. Für die Umsetzung des Schwerpunktthemas haben wir bereits folgende Kooperationen angestoßen:

Mit DeutschPlus wird ein "Vielfaltscheck Diakonie und Kirchen" entwickelt. Fünf ausgewählten Trägern, Einrichtungen oder Organisationen wird eine Analyse zur interkulturellen Orientierung ermöglicht. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2018. Hier finden Sie weitere Infos und das Onlinebewerbungsformular.

Die Diakonie Deutschland kooperiert mit der nebenan.de Stiftung, die am 25. Mai, dem Europäischen Tag der Nachbarn, unter www.tagdernachbarn.de zum Kennenlernen aufruft. Lose und organisierte Gemeinschaften von Nachbarinnen und Nachbarn sind eingeladen, sich an dem bundesweiten Aktionstag zu beteiligen und 1000 Feste zu initiieren und feiern. 

Der Deutsche Nachbarschaftspreis 2018 wird wieder in Kooperation ausgeschrieben und an 18 Bundes- und Landessieger verliehen. Bewerbungen von Nachbarschaftsprojekten sind unter www.nachbarschaftspreis.de möglich. 

Ansprechpartner

© Hermann Bredehorst

Tobias Wirth

Schwerpunktthema Diakonie Deutschland

030 65211-1635

[email protected]