FAQ zum Coronavirus

8. Januar 2021
  • Journal
  • Corona

Wir haben wichtige Fragen und Antworten zum Coronavirus zusammengestellt. In unseren FAQ finden Sie Informationen zu Pflegeheimen und Nachbarschaftshilfe sowie freiwilligem Engagement in der Corona-Krise. Informationen zur Impfung gegen das Coronavirus finden Sie in unseren Fragen und Antworten zur Impfung gegen das Coronavirus (FAQ).

Allgemeine Informationen

Obwohl schwere Verläufe häufig auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten, haben folgende Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahren)
  • Raucher
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
    • des Herzens (zum Beispiel koronare Herzerkrankung),
    • der Lunge (zum Beispiel Asthma, chronische Bronchitis),
    • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen)
    • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
    • Patienten mit einer Krebserkrankung.
    • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (zum Beispiel aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie zum Beispiel Cortison)

 

Das Risiko einer schweren Erkrankung steigt ab 50 bis 60 Jahren stetig mit dem Alter an. Insbesondere ältere Menschen können, bedingt durch das weniger gut reagierende Immunsystem, nach einer Infektion schwerer erkranken. Bei älteren Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf höher als wenn nur ein Faktor (Alter oder Grunderkrankung) vorliegt.

Die beste Prävention gegen Corona ist die Verringerung von sozialen Kontakten. Die Zahl der sozialen Kontakte sollte auf ein Mindestmaß reduziert werden. Nach gegenwärtigem Kenntnisstand kann diese Maßnahme dazu beitragen, die Zunahme der Infektionen zu verringern. Aber nur dann, wenn sie konsequent durchgeführt wird.  

Nachbarschaftshilfe

Ja, natürlich! Vermeiden Sie aber unstrukturierte soziale Kontakte. Wenn Sie etwa für ältere Nachbarn einkaufen, vermeiden Sie dabei den direkten Kontakt, bleiben Sie nicht auf einen Kaffeeklatsch, sondern verabreden Sie die Einkäufe telefonisch und stellen Sie diese vor die Wohnungstür. 

 

Alte Menschen haben ein hohes Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs. Deshalb müssen sie sich besonders schützen – und am besten zu Hause zu bleiben.

Es empfiehlt sich, mit älteren Menschen in der Nachbarschaft zu sprechen – am besten am Telefon. Der Kontakt ist wichtig. 

Dann kann man auch klären, 

  • ob man etwas einkaufen 
  • Rezepte vom Arzt holen und in der Apotheke einlösen 
  • oder den Hund ausführen soll.

Mehr Infos zum Austausch gibt es unter nebenan.de/corona und auf Twitter: #coronahilfe

nebenan.de hat eine Corona-Hotline unter der Telefonnummer 0800-866 55 44 geschaltet als Angebot für Menschen ohne Internetzugang. 

Ein Aushang im Hausflur eines Mehrparteienhauses kann ein Weg sein, Hilfe innerhalb der Nachbarschaft anbieten, zum Beispiel Einkaufen von Lebensmitteln oder anderen wichtigen Dingen, den Hund auszuführen oder dringend benötigte Medikamente in der Apotheke  abzuholen.

Ein Unterstützungsangebot kann vielleicht auch gezielt in die Briefkästen der betroffenen Nachbarn eingeworfen oder unter der Tür hindurch geschoben werden.

Weitere Anregungen gibt es auf nebenan.de, ein Kooperationspartner der Diakonie sowie bei unseren Landesverbänden

Mit der neuen Seite nebenan.de/corona bündelt die nebenan.de Stiftung Angebot und Nachfrage von lokaler Nachbarschaftshilfe bundesweit.

Um auch Menschen ohne Internetanschluss zu erreichen, schaltet nebenan.de eine Telefon-Hotline: Über die Hotline 0800-866 55 44 werden Hilfe-Gesuche schnell registriert und Unterstützung durch Nachbarinnen und Nachbarn organisiert.

Auch das Aktionsbündnis gemeinschaft.online spielt über seine Hotline 07172-9340048 Hilfe-Gesuche auf nebenan.de/corona ein

Freiwillig Engagierte

Wenn Sie sich  in einem Besuchsdienst freiwillig engagieren, telefonieren Sie lieber. Der Grundimpuls beim Helfen ist ja: Kontakt herzustellen. Das bleibt wichtig, muss aber nicht physisch sein, sondern kann ebenfalls per Telefon erfolgen. Freiwillig Engagierte von Besuchsdiensten sind selbst meistens ältere Menschen, so können sich beide Seiten vor einer Infektion besser schützen.
 

Freiwillig Engagierte sollten sich zunächst individuell darüber klar werden, wo sie sich wann und wie oft für welche Dauer engagieren können oder wollen. Sodann können sie sich an die vor Ort für freiwilliges Engagement zuständigen Personen wie zum Beispiel Altenhilfe-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Engagement-Koordinatorinnen und Koordinatoren bei den diakonischen Trägern wenden. Große Einrichtungen aller Fachbereiche haben meist Freiwilligenkoordinatoren und - koordinatorinnen.

In Städten und Regionen gibt es darüber hinaus Anlaufstellen wie Freiwilligenagenturen, -zentralen oder -börsen die versuchen, Bedarf und Engagement auch über digitale Vermittlung zusammen zu bringen. Mit diesen gilt es, sich zu vernetzen oder die bestehende Netzwerke noch enger zu knüpfen.

Einige Einrichtungen haben bereits Aufrufe gestartet. Sie suchen helfende Hände um Menschen aus Risikogruppen zu unterstützen. Ziel ist es, Menschen, die Hilfe anbieten können, und Menschen in Risikogruppen in geeigneter Weise zusammenzubringen. So könnten zum Beispiel Einkäufe für Nachbarn mitgebracht und benötigte Rezepte vom Arzt oder Medikamente aus der Apotheke geholt werden. Aber auch Kinderbetreuung, ein freundliches Telefonat oder allgemeine körperliche Arbeit können mögliche Engagementtätigkeiten sein.

Das Diakonische Werk Hannover zum Beispiel hat das Helfernetzwerk „Nachbarschaftschallenge – Hilfe für Risikogruppen“  ins Leben gerufen. Unter der E-Mail-Adresse [email protected] oder unter der Telefonnummer (0511) 3687-108 können Hilfesuchende und Helfer*innen sich melden. Weitere Informationen und ein Anmeldeformular gibt es unter www.diakonisches-werk-hannover.de.

Auch bei unseren Landesverbänden gibt es zahlreiche Websites, auf denen sich Hilfesuchende und Menschen, die Hilfe anbieten, miteinander vernetzen.