Das Projekt „Interkulturelle Öffnung – Führungsaufgabe in einer Diakonie der Vielfalt“

15. Oktober 2019
  • Journal
  • Flucht und Migration

Wie kann Interkulturelle Öffnung in Belastungssituationen in den Migrationsfachdiensten gelingen? Welche Bedingungen braucht es, damit interkulturelle Öffnungsprozesse auch bei großem Arbeitsdruck nicht in Vergessenheit geraten? Das Projekt "Interkulturelle Öffnung - Führungsaufgabe in einer Diakonie der Vielfalt" richtete sich bundesweit an Führungskräfte aller Ebenen, um Diversität und Organisationsentwicklung zu gestalten.

Die Videos entstanden im Rahmen der Konferenz "Diakonie divers denken - vom Warum zum Wie" am 18.09.2019. Sie zeigen Interviews mit drei Referentinnen der Veranstaltung: Frau Prof. Dr. Beate Hofmann, Frau Dr. Christina Herrmann und Frau Uta Schütte-Haermeyer. Im Youtube-Kanal der Diakonie Deutschland finden Sie die Video-Interviews in der Playlist "Konferenz Diakonie divers denken - vom Warum zum Wie".

Mitarbeitende der diakonischen Migrationsfachdienste und weiterer diakonischer Beratungsdienste sind vielfach Belastungssituationen ausgesetzt. An diesem Punkt setzte das aus zwei regionalen Teil-Projekten bestehende Projekt an mit dem Ziel, die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeitenden langfristig zu erhalten und sie zu befähigen, mit der Belastungssituation umzugehen. Außerdem verfolgte das Projekt das Ziel, einen nachhaltigen Prozess von Organisations- und Personalentwicklung im Diversity Management und der Interkulturellen Öffnung aktiv mit den teilnehmenden Führungskräften zu gestalten.

Das Projekt startete am 01. November 2016 und lief bis zum 31. Oktober 2019. Innerhalb der dreijährigen Laufzeit wurden Projektangebote zu diesen Bausteinen entwickelt:

  • Fach- und Führungskräfte erhielten gemeinsam Qualifizierungen zu den Themen interkulturelle Sensibilisierung, Rassismus, Diskriminierung, Vorurteile, Rechtsextremismus und Gewalt bzw. Bedrohung. Führungskräfte wurden in regionalen Workshops geschult, einen Organisationsentwicklungsprozess im Sinne der interkulturellen Öffnung und Diversity in ihren Organisationen zu initiieren und zu begleiten.
  • Durch Supervision, Coaching und Beratung wurden die Teilnehmenden begleitet und systematisch in ihrer beruflichen Rolle gestärkt. Angemessene Reaktionen auf rassistische und/oder rechtsradikale Angriffe und der Umgang mit latenten Bedrohungssituationen wurden erlernt und Strategien verinnerlicht.
  • Begleitet wurde der Prozess durch zwei regionale Steuerungsgruppen, die mit den Projektmitarbeiterinnen der Diakonie Deutschland, Teilnehmenden aus den Landesverbänden und Führungskräften der Träger besetzt waren.

Das Projekt wurde zu Projektbeginn und -Ende umfassend evaluiert. Die Auswertung der Evaluationen ergab unter anderem, dass sich die Arbeitszufriedenheit insbesondere bei den Teilnehmer*innen im Verlauf der Supervision deutlich verbessert hat. Auch wurde deutlich, dass die Projektangebote zu einer verbesserten Umsetzung der Interkulturellen Öffnung in den diakonischen Einrichtungen führten. Die Projektergebnisse und eine Auswertung der Evaluationen können Sie unten stehend einsehen.

Weitere Informationen zu den Themen des Projektes, Workshop-Dokumentationen und Literaturempfehlungen finden Sie im Wissensportal.

 

 

Das Projekt "Interkulturelle Öffnung - Führungsaufgabe in einer Diakonie der Vielfalt" wird im Rahmen des Programms „rückenwind“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Ansprechpartnerin

© Hermann Bredehorst

Lea-Friederike Neubert

Interkulturelle Orientierung und Öffnung

030 65211-1724

[email protected]