Umgang mit dem Coronavirus in der Diakonie

12. März 2020
  • Journal
  • Corona
  • Gesundheit und Pflege

Zum Umgang mit dem Coronavirus gibt es zur Zeit täglich neue Informationen. Die Risikoeinschätzung ändert sich ständig. Wir haben Links zusammengestellt, die dabei helfen, sich über die Veränderungen in der Lagebeurteilung zu informieren.

© Pete_Linforth-Pixabay

Gefährliches Coronavirus: Die Risikoeinschätzung ändert sich täglich

Umgang mit dem Corona-Virus bei der Diakonie

Diakonische Einrichtungen und Dienste haben sich auf die steigende Zahl von Covid-19 bezwiehungsweise Corona-Infektionen in Deutschland eingestellt. Gemäß den örtlich geltenden Vorschriften und Empfehlungen der Gesundheitsämter bzw. des Robert-Koch-Institutes wurden alle erforderlichen Vorsorge- und Schutzmaßnahmen getroffen.

Da sich aber die Risikoeinschätzung immer noch beinahe täglich ändert ist es wichtig, sich regelmäßig über Veränderungen in der Beurteilung der Lage zu informieren. Dazu haben wir ein paar Links zusammengestellt, die hier weiterhelfen.

Gerade in der Arbeit mit älteren Menschen, in Pflege- und Senioreneinrichtungen aber auch in Kitas, Krankenhäusern und in der Beratungsarbeit ist der Schutz von Mitarbeitenden, Klienten und Gästen sehr wichtig. Denn es geht nicht nur darum, bereits Erkrankten so gut wie möglich zu helfen, sondern auch Übertragungswege zur Verbreitung des Virus zu minimieren.

Was tun bei Verdacht?

Folgende Symptome können auf eine Infektion hinweisen:

  • Fieber
  • Husten
  • Atemprobleme wie Kurzatmigkeit
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Übelkeit/Erbrechen
  • verstopfte Nase/Schnupfen
  • Durchfall

In diesen Fällen sollte der Hausarzt beziwehungsweise die Ärztin der Einrichtung telefonisch (!) kontaktiert werden. Sie entscheiden über das weitere Vorgehen. Bitte nicht die Praxen, die Ambulanzen oder Notaufnahmen von Kliniken aufzusuchen.

Über die Telefonnummer 116 117 der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ist eine Hotline erreichbar.

Hinweise für Altenpflegeeinrichtungen

Das Robert-Koch-Institut hat am 6. März Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19/Corona-Krankheitsverlauf veröffentlicht. Darin sind auch Hinweise zur Prävention und zum Management von Erkrankungen in Alten- und Altenpflegeheimen enthalten.

Ausfall von Pflegepersonal an Krankenhäusern

Die Pflegepersonaluntergrenzen in Krankenhäusern können vorübergehend im Einzelfall unterschritten werden, wenn krankheits- oder quarantänebedingt ein Ausfall von Pflegepersonal zu verzeichnen ist. Die Pflegeverbände haben die Bundesregierung aufgefordert, mit den Bundesländern auch entsprechende Vorkehrungen für Personalausfälle in der Altenpflege zu treffen.

Kurzarbeiterregelungen

Wegen der Corona-Krise hat die Bundesregierung zur Entlastung von Unternehmen vereinfachte Regelungen zum Kurzarbeitergeld beschlossen. Hier hat die Diakonie die Bundesregierung daran erinnert, dass auch für das Gesundheits- und Sozialsystem dringend entlastende Regelungen nachgereicht werden müssen. Denn „Krankenhäuser, Reha- und Pflegeeinrichtungen können das Kurzarbeitergeld nicht in Anspruch nehmen, zugleich werden sie aber in besonderem Maße mit erheblichen Mehrkosten konfrontiert - zum Beispiel durch die Verschiebung von Operationen, von Einzügen ins Pflegeheim, Ersatz für erkrankte Mitarbeitende und die Absage von Kuren. Dafür haben die Einrichtungen keinen finanziellen Puffer,“ erklärt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie (Pressemeldung vom 11. März 2020)

Informationsmaterialien für Bildungseinrichtungen:

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat Info-Material für Bildungseinrichtungen (Kitas, Schulen) zur Verfügung gestellt.

Zuständigkeit der Landes- und Ortsbehörden

Das Bundesgesundheitsministerium und das Robert-Koch-Institut geben aufgrund der Aufgabenverteilung zwischen Bund und Ländern fachlich fundierte Empfehlungen für das ganze Land. Konkrete Entscheidungen werden auf der Ländereben bzw. von den örtlichen Gesundheitsämtern getroffen.

Als Diakonie Deutschland sind wir an die Kommunikationsstrukturen des Ministeriums angebunden. So können wir zeitnah auf Veränderungen der Lage reagieren und entsprechende Empfehlungen an die Landes- und Fachverbände weitergeben.