Armut trifft vor allem Kinder

31. Mai 2016
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Kinder haben Träume, wollen vieles werden: Architektin, Ingenieur oder Pilot. In der Realität scheitern die Träume sehr schnell, weil die Kinder auf Grund ihrer Herkunft massiv benachteiligt sind.

Unser Diakonie-Spot: Armut trifft vor allem Kinder

Die Zahl der Kinder, die in benachteiligten Lebenslagen aufwächst, ist in Deutschland in den letzten Jahren gestiegen. Etwa drei Millionen Kinder und Jugendliche wachsen in Familien auf, die mit Armut und Arbeitslosigkeit zu kämpfen haben. Gerade Langzeitarbeitslosigkeit und die damit einhergehende Perspektivlosigkeit sowie räumliche und soziale Isolation werden für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien zum Problem und Risiko.

In Folge von Arbeitslosigkeit fehlen den Familien Mittel und Möglichkeiten, um ihren Kindern eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Zugang zu Bildung zu gewähren. Gerade Erziehung und Bildung sind aber Voraussetzungen dafür, dass sich Kinder in unterschiedlichen Lebensphasen in einer kompliziert gewordenen Welt zurechtfinden. Deshalb brauchen sie die gleichen Chancen beim Zugang zu Bildung.

Der Spot thematisiert Armut am Beispiel von Kindern. Sie erzählen vor der Kamera, was sie einmal werden möchten. Anfangs ganz nah fährt die Kamera von den Kindern weg in die Totale und der Zuschauer erkennt, dass diese Kinder alle in sozial ärmlichen Umfeldern leben. Vermutlich werden sie ihre Traumberufe nie erreichen. Man sieht beispielsweise beengte Wohnverhältnisse und Plattenbauten. Ein Junge kann beim Fußball nicht mitkicken, da seine Eltern sparen müssen und kein Geld für Fußballkleidung haben. Ein anderer Junge muss eine Mutter zum Putzen begleiten, denn sie hat drei Jobs und wenig Zeit für ihn.

Aufstieg durch Bildung darf nicht nur für Wohlhabende da sein - das ist die zentrale Botschaft. Jedes Kind hat ein Recht auf seine Chance, keines darf verloren gehen.

Produziert wurde der Spot in Zusammenarbeit mit der Filmakademie Baden-Württemberg. Rund 20 Studenten haben unter der Regie von Justus Becker an dem Projekt mitgewirkt.