Fragen und Antworten zur Kampagne UNERHÖRT!

Die Kampage UNERHÖRT läuft bis 2019 und will den Menschen eine Stimme geben, die sonst nicht gehört werden.

Wir setzen uns aus unserem christlichen Selbstverständnis heraus dafür ein, dass auch die Schwächsten in der Gesellschaft Gehör finden. Wir finden, dass jeder Mensch ein Recht darauf hat, gehört zu werden. Wir hören den Menschen zu, statt sie zu bewerten.

Das Ziel der Kampagne ist es, Diskussionen über soziale Gerechtigkeit und das Miteinander in unserer Gesellschaft anzustoßen und auf diese Weise die Demokratie zu stärken. Denn nur im Gespräch ist die Demokratie lebendig.

Wir leben in einer Zeit umwälzender Veränderung. Die Globalisierung, Krisen, zunehmende Gewalt sowie die Digitalisierung wirken sich auf unsere Lebenswelt aus. Viele Menschen sind oder fühlen sich überfordert und verunsichert. Viele von ihnen werden an den Rand gedrängt. Sie werden mit Ihren Problemen und Sorgen nicht gehört. Das wollen wir ändern.

Zu den Unerhörten dieser Gesellschaft zählen wir alle gesellschaftlichen sozialen Randgruppen wie zum Beispiel Flüchtlinge, Obdachlose, Hartz IV Empfänger. Sie werden oft Opfer von Vorurteilen und Beschimpfungen und können sich nicht gut wehren. Jede Gruppe ist ein Platzhalter für alle anderen und kann jederzeit ergänzt werden.

Zu den Unerhörten zählen wir aber auch Wähler und Wählerinnen von Parteien, deren Menschenbild dem der Diakonie widerspricht. Hinter diesem Wahlverhalten stehen oft Ängste, die wir hören und ernst nehmen müssen.

Wir fordern die Bereitschaft, zuzuhören auch von anderen Menschen. Denn wir sind davon überzeugt, dass Zuhören eine elementare Grundlage für ein friedliches und demokratisches Zusammenleben in unserer Gesellschaft ist. Das ist ein erster Schritt, sich zu beteiligen.

Zudem erhoffen wir auch von anderen Menschen die Bereitschaft, den unerhörten Menschen zu helfen. Dies kann jeder Mensch in seinem Umfeld tun.

Darüber hinaus gibt es in der Diakonie vielfältige Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Wir hören nicht nur zu, sondern wir engagieren uns auch für hilfebedürftige Menschen.

Dies tun wir auf mehreren Ebenen:

In den Einrichtungen vor Ort versuchen wir, individuell zu helfen.

Auf politischer Ebene übernehmen wir die Anwaltschaft für die Schwächsten der Gesellschaft. Wir arbeiten an Gesetzen mit, die unsere Gesellschaft gerechter machen und versuchen, ihre Lebenslagen zu verbessern.

Redaktion: Diakonie/Justine Schuchardt