Themenschwerpunkt

Evangelisches Profil

© Diakonie/Annette Schrader

Aus Glauben handeln

Die Diakonie ist der soziale Dienst der evangelischen Kirchen. Im Vertrauen auf Gottes Liebe zu seiner Schöpfung fühlen sich Christinnen und Christen seit 2.000 Jahren zur Nächstenliebe, zur Hilfe am Nächsten, motiviert. Jesus Christus selbst hat in seiner Zuwendung zu den Benachteiligten das Beispiel gegeben. Diakonie ist "Gottesdienst mit den Händen" und Teil des evangelischen Glaubens.

Dienst am Nächsten – dazu sind alle eingeladen

Heute sind nicht mehr alle Mitarbeitende in der Diakonie Mitglied einer evangelischen Kirche. Manche sind in einer anderen Religion beheimatet oder religiös indifferent – manche haben keine eigene Gottesbeziehung. Die Diakonie freut sich, dass sich auch diese Menschen durch ihre Mitarbeit in den Dienst der Nächstenliebe stellen und durch ihr Handeln den Auftrag der Diakonie unterstützen.

 

Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland

„Glaube spielt gerade nicht nur in der Seelsorge eine Rolle. Glaube ist ein Kompass, der in jeder Aufgabe orientiert.”

Nachgefragt

Die Diakonie möchte, dass Menschen, für die sie sich einsetzt, die Menschenfreundlichkeit Gottes als Gerechtigkeit und Barmherzigkeit erfahren. Was dies für die Arbeit bedeutet, erläutert Tobias Kirchhof, Referent für diakonisch-missionarische Profilbildung.

Diakonie ist Teil der Evangelischen Kirche. Wenn Sie in den Bereichen Bildung, Seelsorge, Erziehung oder Leitung arbeiten möchten, dann müssen Sie einer der Kirchen aus der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK) angehören. Für alle anderen Bereiche, wie Pflege, Sozialarbeit, Reinigung, Medizin, ist das gewünscht, aber nicht zwingend notwendig. Sie müssen sich aber mit den Zielen und Zwecken der Diakonie einverstanden erklären, auch schriftlich. Auch wenn ich in der Solarindustrie arbeite, sollte ich auch Sonnenenergie für eine sinnvolle und ausbaufähige Energieform halten, selbst wenn ich keine Solarzellen auf meinem Dach habe.

Das Ziel der Diakonie ist ja, Menschen zu helfen, die sich nicht selbst helfen können. Um das zu erreichen, muss sie sicherstellen, dass ihre Dienstleistung funktioniert. Wenn keine christlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung stehen, muss sie auf andere Kräfte zurückgreifen. Die Diakonie hat sich deshalb in den vergangenen Jahren kulturell und religiös geöffnet. Die größte Öffnung besteht in Richtung  der vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich selbst nicht (mehr) als religiös verstehen. Für sie spielt der Glaube keine Rolle.

Es reicht uns nicht, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Loyalitätsrichtlinie unterschreiben, sondern wir möchten auch, dass alle, die bei uns arbeiten, verstehen, was uns wichtig ist. Wir bieten Fortbildungen an, damit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Diakonie und Christentum besser verstehen. Das richtet sich aber nicht nur an diejenigen, die der Kirche fernstehen sondern auch Kirchenmitglieder. Wir haben einen generellen Bildungsauftrag für alle, die bei uns arbeiten.

Wir sind in einer Situation, wo wir nicht mehr nur Christinnen und Christen beschäftigen. Aber wir zeigen als Diakonie, wer wir sind, wofür wir stehen und laden dazu ein, mitzumachen. Was die Beschäftigten dann daraus machen, ist ihre freie Entscheidung.

Wenn Sie mehr über das evangelische Profil erfahren möchten, lesen Sie das vollständige Interview.

Reportage

Die Marke Diakonie

Sichtbares Zeichen der Zuwendung Gottes zur Welt

Die Diakonie ist evangelisch. Die evangelische Grundhaltung gilt als ihr Markenzeichen. Was heisst das in der alltäglichen Arbeit? Was ist das besondere der Marke Diakonie? Darüber diskutieren  der PR-Berater Klaus Kocks, der Theologe Michael Diener und Diakonie-Präsident Ulrich Lilie.

© Diakonie/Steffen Roth

Ansprechpartner

© Hermann Bredehorst

Dr. Tobias Kirchhof

Diakonische Profilentwicklung

030 65211-1434

[email protected]