Schutz der Menschen hat höchste Priorität – Debatte um Offenlegung des Impfstatus

2. September 2021
  • Diakonie Zitat
  • Corona
  • Gesundheit und Pflege

Zur Debatte um die Offenlegung von Corona-Impfungen gegenüber Arbeitgebern äußert sich Diakonie-Präsident Ulrich Lilie.

Ein Arzt impft eine Mitarbeiterin gegen das Coronavirus
© Diakonie Aue-Schwarzenberg/Silvio Namsler

Über die Offenlegung von Corona-Impfungen gegenüber Arbeitgebern wird öffentlich diskutiert. Für die Diakonie hat der Schutz der Menschen, die sich der Diakonie anvertraut haben, höchste Priorität.

"Der Schutz von Arbeitnehmer-Daten ist ein hohes, schützenswertes Gut. Die Frage, ob Arbeitgeber ein Informationsrecht über den Corona-Impfstatus erhalten sollen, berührt allerdings nicht nur die Persönlichkeitsrechte von Angestellten, sondern auch das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit. Einrichtungen, in denen alte und behinderte Menschen leben, sind davon in besonderer Weise betroffen. Wenn Nähe in der Arbeit erforderlich ist, muss der Schutz vor Ansteckungen sehr ernst genommen werden. Der Schutz der Menschen, die sich der Diakonie anvertraut haben, hat für uns höchste Priorität. Für verhältnismäßige Hygienekonzepte und die Verringerung von Infektionsrisiken in unseren Häusern ist die Kenntnis relevant, ob Mitarbeitende geimpft sind oder nicht. Als Präsident der Diakonie Deutschland halte ich es für sachgemäß und verhältnismäßig, Mitarbeitende in den betreffenden Einrichtungen, die in sensiblen Bereichen tätig sind, nach ihrem Impfstatus fragen zu dürfen, solange die Bedrohung durch die Pandemie noch in diesem Maße andauert."

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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