Integration nicht durch Wohnsitzzuweisungen gefährden

7. Juli 2016
  • Diakonie Zitat
  • Flucht und Migration
  • Integration und Teilhabe

Zur Verabschiedung des Integrationsgesetzes durch den Deutschen Bundestag am heutigen Donnerstag sagte Maria Loheide:

"Es ist bedauerlich, dass das Integrationsgesetz es den Ländern erlaubt, anerkannte Flüchtlinge zum Umzug an einen bestimmten Wohnort zu verpflichten. Wir appellieren an die Bundesländer, von der Wohnsitzzuweisung verantwortungsvoll und sparsam Gebrauch zu machen. Soziale Netzwerke und familiäre Bindungen der Flüchtlinge sind wichtig für die Integration und dürfen nicht zerrissen werden. Auch individuelle Integrationserfolge wie eine eigene Wohnung, die erfolgreiche Einschulung oder ein Minijob werden durch einen zwangsweisen Umzug zunichte gemacht. Wohnungsleerstand in strukturschwachen Gebieten ist kein Grund für eine Wohnsitzzuweisung. Entscheidend für eine erfolgreiche Integration sind neben der Wohnung ein gutes Angebot an Sprach- und Integrationskursen, Arbeits-, Kita- und Schulplätze sowie eine Willkommenskultur."

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