Hanau lässt uns keine Ruhe – Gemeinsam gegen Hass und Rassismus

18. Februar 2021
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Am 19. Februar wird in Hanau mit einer Gedenkfeier der Opfer des rassistischen Anschlags vom 19. Februar 2020 gedacht.

Plakat in Erinnerung an den Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020
© epd-bild/Peter Juelich

Nach Ansicht der Diakonie müssen alle in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld aktiv dafür eintreten, dass alle Bürgerinnen und Bürger wirkungsvoll vor rassistischer Gewalt geschützt sind.

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie:

„Der terroristische Anschlag von Hanau lässt uns auch ein Jahr danach keine Ruhe. Wir alle müssen in unserem unmittelbaren Lebensumfeld aktiv dafür eintreten, dass endlich alle Bürgerinnen und Bürger wirkungsvoll vor rassistischer Gewalt geschützt sind. Betroffene von rassistischer Gewalt dürfen nie alleine gelassen werden. Zu der staatlichen Verantwortung gehört auch, zivilgesellschaftliche Initiativen und Projekte verlässlich zu fördern, die für Vielfalt und Menschlichkeit eintreten und gegen Rassismus und Intoleranz aufstehen. Die Diakonie steht wie viele andere mit zahlreichen Projekten für eine vielfältige und starke Zivilgesellschaft, in der jeder und jede ohne Angst verschieden sein kann. Sie bezeugt konkrete Solidarität mit Menschen, die von Diskriminierung, Antisemitismus und Rassismus betroffen sind. Eine Kultur der Toleranz und Wertschätzung von Vielfalt entsteht in einer immer diverseren Gesellschaft aber nicht von selbst. Neben Formaten und Orten der Begegnung, breiter Aufklärung und einer gesellschaftlichen Debatte muss der Gesetzgeber den Willen zu strukturellen Veränderungen auch im Grundgesetz deutlich machen. Der Begriff ‚Rasse‘ im Artikel 3, Absatz 3 des Grundgesetzes gehört gestrichen und sollte durch ‚rassistisch‘ ersetzt werden. Dies ist ein längst überfälliger Schritt weg von einem durch Nazi-Gedankengut aufgeladenen Rassebegriff.“

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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