Gemeinsam gegen Hass und Hetze – jüdisches Leben ist bereichernd und vielfältig

8. Oktober 2020
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Zum ersten Jahrestag des antisemitischen und rechtsextremistischen Terroranschlags in Halle am 9. Oktober äußert sich Diakonie-Präsident Ulrich Lilie.

Ulrich Lilie
© Diakonie/Thomas Meyer

Wir dürfen als Gesellschaft, als Christinnen und Christen nicht wegschauen, sondern müssen Hass und Hetze entschieden bekämpfen, sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie.

„Unsere Gedanken und Gebete sind heute bei den Opfern und ihren Angehörigen sowie bei unseren jüdischen Geschwistern in Halle und anderswo. Auch ein Jahr nach dem widerwärtigen Attentat ist offener Antisemitismus die traurige Realität im gesellschaftlichen Alltag. Das zeigen das jüngste Attentat auf einen Gläubigen vor einer Synagoge in Hamburg in der vergangenen Woche, aber auch die unerträglichen Beleidigungen und Abwertungen von Jüdinnen und Juden auf der Straße, am Arbeitsplatz, beim Einkaufen und auf Schulhöfen, die von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet geschehen.

Wir dürfen als Gesellschaft, als Christinnen und Christen nicht wegschauen, sondern müssen Hass und Hetze entschieden bekämpfen. Ich bin dankbar für die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland. Unser historischer Auftrag ist es, alles dafür zu tun, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland frei und ohne Angst leben und ihre Religion ausüben können. Wir tragen die Verantwortung für ihr sicheres Leben in unserem gemeinsamen Land.“

Die Diakonie engagiert sich in vielen Projekten gegen Antisemitismus und andere Ideologien der Ungleichwertigkeit. Wir schulen Mitarbeitende und freiwillig Engagierte und treten ein für eine offene und solidarische Gesellschaft der Vielfalt und des friedlichen und demokratischen Miteinanders.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ansprechpartnerin

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Pressesprecherin

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