Frauen und Kinder in Flüchtlingseinrichtungen Schutz geben

27. Juli 2016
  • Diakonie Zitat
  • Flucht und Migration

Anlässlich der Veröffentlichung von Mindeststandards zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Flüchtlingsunterkünften sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland: 

"Wir begrüßen sehr, dass nun erstmals bundesweit einheitliche Mindeststandards für Flüchtlingsunterkünfte eingeführt und erprobt werden, um den Schutz von Frauen und Kindern zu verbessern. Sie erleben häufig bereits im Heimatland oder auf der Flucht  Gewalt und  kommen traumatisiert in Deutschland an. Flüchtlingsfrauen und Kinder brauchen daher besonderen Schutz und spezielle Angebote. Dazu gehören medizinische und psychosoziale Versorgung genauso wie separate Sanitärräume und Rückzugsmöglichkeiten für Frauen, Spielräume für Kinder aber auch speziell geschultes Personal. Die neuen Mindeststandards bieten Leitlinien für Flüchtlingseinrichtungen, um Schutzkonzepte zu entwickeln.  Sie werden zunächst in 25 Einrichtungen erprobt und auf Basis der praktischen Erfahrungen und fachlichen Erkenntnisse kontinuierlich weiterentwickelt. Allerdings kann dies nur ein Anfang sein: Die Träger von Flüchtlingsunterkünften müssen nach Ansicht der Diakonie gesetzlich verpflichtet werden, solche Konzepte  in ihren Einrichtungen umzusetzen. Nur so können wir Flüchtlingsfrauen und Kindern bundesweit den Schutz bieten, den sie brauchen."

Hinweise für Redakteure

Unter dem Dach der Bundesinitiative "Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften" haben das BMFSFJ und UNICEF gemeinsam mit einem breiten Netzwerk von Partnern, darunter der Diakonie Deutschland, "Mindeststandards zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Flüchtlingsunterkünften" erarbeitet. Diese Mindeststandards bilden erstmals eine bundesweit einheitliche Grundlage, um den Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen vor Gewalt sowie den Zugang zu Bildungsangeboten und psychosozialer Unterstützung in Flüchtlingsunterkünften zu verbessern. 

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© Hermann Bredehorst

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