Erneute soziale Isolation in Pflegeheimen unbedingt verhindern

28. Oktober 2020
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  • Familie und Kinder

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder haben sich am Mittwoch auf neue weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geeinigt.

Eine Frau und ein Mann sitzen an einem Tisch durch eine Glaswand getrennt
© epd-bild/Klaus Honigschnabel

Die Pflegeeinrichtungen müssen bei der Erarbeitung individueller Schutzkonzepte unterstützt werden. Eine erneute Isolation pflegebedürftiger Menschen muss unbedingt verhindert werden.

Dazu erklärt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie:

"Nur ein flexibler Lockdown macht Sinn und findet die notwendige Akzeptanz in der Bevölkerung. Deshalb muss die Politik die jetzt beschlossenen tief einschneidenden Maßnahmen ständig auf ihre Wirksamkeit überprüfen und die Ergebnisse im Bundestag zur Diskussion stellen.

Dass Kitas und Schulen - anders als im Frühjahr - offenbleiben, ist richtig. Gerade für Familien mit kleinen Einkommen, denen Platz und Geld für Homeschooling fehlen, ist das eine große Entlastung. Außerdem schützen wir so Frauen und Kinder besser vor häuslicher Gewalt und beugen vor, dass sozial benachteiligte Kinder nicht komplett abgehängt werden.

Die Pflegeeinrichtungen müssen bei der Erarbeitung individueller Schutzkonzepte unterstützt werden. Denn wir müssen eine erneute Isolation pflegebedürftiger Menschen unbedingt verhindern - und sie trotzdem gut schützen.

Nicht vergessen werden dürfen jetzt die vielen Wohnungslosen. Hier erwarte ich von den Kommunen schlüssige Konzepte, wie sie untergebracht und mit dem Notwendigsten versorgt werden können."

Mehr Informationen gibt es auf der Corona-Informationsseite der Diakonie Deutschland.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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